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02.12.2025

Industrie im Rückwärtsgang: Umsatz sinkt, Jobs verschwinden

Die deutsche Industrie leidet weiterhin unter rückläufigen Umsätzen, massivem Stellenabbau und schwacher Inlandsnachfrage; eine wirtschaftliche Erholung ist aktuell nicht erkennbar.

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©vizafoto/fotolia.com

Die Industrierezession hält an: Im dritten Quartal dieses Jahres schrumpfte der Umsatz der deutschen Industrieunternehmen um 0,5 % – der dritte Umsatzrückgang in einem dritten Quartal in Folge. Im Vergleich zum dritten Quartal 2022 ergibt sich sogar ein Umsatzrückgang von 6,2 %. Das stärkste Umsatzminus verzeichnen aktuell die Autoindustrie und die Papier- und Pappe-Industrie mit Einbußen von 3,2 bzw. 3,5 % im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Gegen den Trend stieg der Umsatz hingegen im Maschinenbau und in der Elektroindustrie – um 6,4 bzw. 5,0 %. Beide Branchen hatten allerdings im Vorjahr einen besonders massiven Umsatzeinbruch erlitten.

Schwacher Umsatz – beschleunigter Stellenabbau

Die Unternehmen reagieren auf die insgesamt schwache Umsatzentwicklung mit einem beschleunigten Stellenabbau: Die Zahl der Beschäftigten lag zum 30.09.2025 2,2 % niedriger als zwölf Monate zuvor. Binnen eines Jahres wurden damit in der deutschen Industrie etwa 120.000 Stellen abgebaut. Seit dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 schrumpfte die Zahl der Beschäftigten unterm Strich sogar um fast 272.000 – ein Rückgang um 4,8 %.

Den stärksten Beschäftigungsabbau verzeichnet aktuell die Automobilindustrie mit einem Rückgang um 6,3 %. Damit wurden in dieser Branche innerhalb eines Jahres knapp 49.000 Jobs abgebaut. In keiner der untersuchten Industriebranchen stieg die Beschäftigung im Lauf des vergangenen Jahres. Das geringste Minus verzeichnete die Chemie- und Pharmabranche mit einem Rückgang von 0,7 %. Das sind Ergebnisse des aktuellen EY-Industriebarometers. Die Studie analysiert die Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung in der deutschen Industrie und wichtigen Industriebranchen. Basis der Analyse sind Rohdaten, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht werden.

Exporte in die USA brechen ein

Nachdem die deutschen Exporte in die USA im zweiten Quartal noch um 10 % gesunken waren, weitete sich das Minus im dritten Quartal weiter aus:  auf 16 %. Die Probleme werden noch verstärkt durch die schwache Umsatzentwicklung in China: Der Wert der Ausfuhren nach China lag im dritten Quartal um 8 % niedriger als im Vorjahr. China belegt aktuell nur noch den achten Rang unter den Exportmärkten – im Jahr 2020 war China noch der zweitwichtigste Exportmarkt für die deutsche Wirtschaft.

Positive Impulse gibt es hingegen aus wichtigen europäischen Märkten: Insgesamt stiegen die Ausfuhren in Länder der Eurozone um 2,3 %, die Exporte nach Frankreich legten sogar um 6 % zu, der Wert der Ausfuhren in die Niederlande, dem drittwichtigsten Exportmarkt, stieg sogar um 8 %.

(EY vom 02.12.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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