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20.01.2026

Deutsche Startups sammelten 2025 knapp 8,4 Mrd. Euro Risikokapital ein

Trotz globaler Unsicherheiten und herausfordernder Konjunktur haben Startups aus Deutschland erneut einen deutlichen Anstieg beim Risikokapital verzeichnet.

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©alfaphoto/123rf.com

Der Aufwärtstrend setzt sich fort: Startups aus Deutschland erhielten im Jahr 2025 knapp 8,4 Milliarden Euro Risikokapital von Investoren – mehr als 1,3 Milliarden mehr als in den zwölf Monaten zuvor (plus 19 %). Nachdem die Investitionen in Jungunternehmen 2022 und 2023 im Vergleich zum Rekordjahr 2021 deutlich eingebrochen waren, markiert 2025 damit das zweite Jahr in Folge mit einem deutlichen Plus. Allerdings ist die Anzahl der Finanzierungsrunden bereits im vierten Jahr in Folge rückläufig: 716 Deals bedeuten 5 % weniger Abschlüsse als 2024 (755). Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2021 lag die Zahl der Investitionsrunden noch bei 1.160.

Zunahme großer Deals

Die positive Entwicklung bei der Investitionssumme ist auf die Zunahme großer Deals zurückzuführen: Im Gesamtjahr 2025 gab es 18 Großinvestitionen mit einem Finanzierungsvolumen von jeweils mindestens 100 Millionen Euro – immerhin sechs mehr als im Vorjahr. Rückläufig war hingegen die Zahl der kleinen Deals von bis zu einer Million Euro: von 440 im Jahr 2024 auf 430 im Jahr 2025.  Während der Jahresvergleich zumindest bei der Investitionssumme eine positive Tendenz zeigt, ergibt der Halbjahresvergleich ein etwas anderes Bild: So lag die Zahl der Transaktionen in der zweiten Jahreshälfte mit 318 deutlich niedriger als im ersten Halbjahr, als 398 Investitionsrunden registriert wurden. Weniger Finanzierungsrunden wurden zuletzt in der ersten Hälfte des Jahres 2018 gezählt. Und: Die Investitionssumme sank von 4,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 3,8 Milliarden Euro in der zweiten Jahreshälfte.

Das zeigt das Startup-Barometer der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Die Studie basiert auf einer Analyse der Investitionen in deutsche Startups.

Sieben der zehn Top-Finanzierungsrunden gehen nach Bayern

Vor allem Startups aus dem Bereich Tech weisen dabei den Weg: Die drei größten Investitionssummen in den vergangenen zwölf Monaten gingen an Technologie-Jungunternehmen. So konnte Helsing (Künstliche Intelligenz, Bayern) – wie schon im Vorjahr – die größte Finanzierungssumme erzielen: 600 Millionen Euro – und damit 150 Millionen Euro mehr als 2024 – markierte die höchste Finanzspritze im Jahr 2025. Dahinter folgen mit Green Flexibility (400 Millionen Euro, Energy) und Tubulis (344 Millionen Euro, BioTech). Alle drei Top-Investitionsrunden des Jahres 2025 gingen damit an Startups aus Bayern. Insgesamt finden sich unter den Top-10-Finanzierungsrunden sieben Startups aus Bayern, zwei aus Berlin und eines aus Baden-Württemberg.

Auch wenn Startups aus der Hauptstadt damit wieder in der Top Ten mitspielen – in der sie im vergangenen Jahr gar nicht vertreten waren –, manifestiert sich die Wachablösung: Jungunternehmen aus Bayern sammelten im Jahr 2025 insgesamt 3,3 Milliarden Euro ein (plus 969 Millionen Euro). Berliner Jungunternehmen kamen im selben Zeitraum auf knapp 2,7 Milliarden Euro (plus 507 Millionen Euro). Bei der Zahl der Finanzierungsrunden liegt allerdings weiterhin Berlin vorn: Die Bundeshauptstadt verzeichnete auch 2025 wieder die meisten Finanzierungsrunden: Insgesamt wurden hier im Jahresverlauf 218 Abschlüsse gezählt, das sind zwar 38 weniger als im Vorjahr, aber 69 mehr als in Bayern (148 Deals).

Plus 20 %: Investitionssummen bei KI-Startups steigen weiter

Künstliche Intelligenz ist aus Sicht der Investoren weiter eines der vielversprechendsten Felder für Investitionen: Deutsche Jungunternehmen aus dem Bereich Software & Analytics erzielten ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro – fast 450 Millionen Euro (plus 20 %) mehr als im Vorjahr. Dahinter folgt der Energy-Sektor, dessen Startups den Bereich Health überholen und ein Gesamtvolumen von 1,2 Milliarden Euro realisierten – 359 Millionen Euro (plus 43 %) mehr als im Jahr 2024. Platz drei belegt der Health-Sektor: Die Jungunternehmen aus dieser Branche konnten deutschlandweit knapp 1,1 Milliarden Euro einsammeln, 116 Millionen Euro (plus 12 %) mehr als im Vorjahreszeitraum.

(EY vom 19.01.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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