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03.03.2026

KI gegen Finanzkriminalität: Vom Trend zur Pflichttechnologie

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Finanzinstitute KI nicht länger als Experiment betrachten, sondern als strategischen Kernbestandteil ihrer Architektur zur Bekämpfung von Finanzkriminalität.

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peshkova/123rf.com

Künstliche Intelligenz ist heute ein zentraler Bestandteil moderner Strategien zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – mit klarem Fokus auf Effizienzsteigerung und Next-Generation-Sicherheitstechnologien wie verhaltensbasierter Biometrie. INFORM, Entwickler von Softwaresystemen für KI-gestützte Entscheidungsfindung in den Bereichen Risiko, Betrug und Compliance, veröffentlichte zentrale Ergebnisse seiner aktuellen Branchenumfrage „The Artificial Intelligence & Anti-FinCrime Market Research Survey“. Die Resultate unterstreichen die entscheidende und wachsende Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im Kampf gegen Finanzkriminalität, mit einem klaren Fokus auf operative Effizienz und dem Wunsch nach Sicherheitstools der nächsten Generation wie etwa verhaltensbasierter Biometrie.

An der Umfrage nahmen 88 Fachleute aus dem Bereich Finanzkriminalität teil, die überwiegend aus großen Finanzinstituten stammen (über 56 % aus Banken, Kreditgenossenschaften und FinTechs), während 50 % aller Befragten in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden tätig sind. Mehr als die Hälfte (53,85 %) bekleidet Positionen im oberen oder mittleren Management. Die Ergebnisse bestätigen eindeutig, dass KI keine Nischentechnologie mehr ist, sondern einen grundlegenden Bestandteil moderner Verteidigungsstrategien darstellt.

Aktuelle Nutzung von KI

Auf die Frage, in welchen Bereichen KI derzeit eingesetzt wird, nannten die Befragten insbesondere zentrale Compliance- und Detektionsaufgaben:

  • Transaktionsmonitoring: 82,50 %
  • Geldwäschebekämpfung (AML): 71,25 %
  • Anomalieerkennung: 61,25 %
  • Identitätsprüfung: 37,50 %
  • Analyse des Kundenverhaltens: 33,75 %

Dies zeigt, dass KI insbesondere für hochvolumige, kontinuierliche Überwachungsprozesse eingesetzt wird, die sowohl für Betrugsprävention als auch für AML Compliance essenziell sind.

Zentrale Treiber für die Einführung von KI

Die Beweggründe für die Einführung von KI verdeutlichen den starken Fokus auf Effizienz und Wirksamkeit in Abteilungen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität:

  • Schnellere Erkennung: 80,00 %
  • Reduzierung von Fehlalarmen (False Positives): 72,86 %
  • Verbesserte Genauigkeit: 61,43 %

Während Kostensenkung (30,00 %) und eine verbesserte Kundenerfahrung (20,00 %) ebenfalls eine Rolle spielen, steht für die überwiegende Mehrheit die Notwendigkeit überlegener, schneller und präziser Erkennungsmechanismen zur Bewältigung zunehmender Risiken im Vordergrund.

Der Aufstieg verhaltensbasierter Biometrie

Ein herausragendes Ergebnis der Umfrage ist der Trend zu mehrschichtigen Verteidigungsstrategien. Auf die Frage, welches ergänzende Instrument neben KI am wertvollsten sei, nannten 56,25 % der Befragten Behavioral Biometrics (verhaltensbasierte Biometrie) als das wichtigste Werkzeug zur Bekämpfung von Finanzkriminalität. Das gestiegene Interesse resultiert aus der Fähigkeit dieser Technologie, komplexe Kontoübernahmeversuche, „Man-in-the-Browser“-Angriffe, Bot-Aktivitäten, Remote-Access-Betrug sowie Social-Engineering-basierte Transaktionen in Echtzeit zu erkennen.

Durch die Identifikation subtiler Abweichungen von der etablierten digitalen DNA eines Nutzers ermöglicht verhaltensbasierte Biometrie eine proaktive Verteidigung, indem verdächtige Aktivitäten erkannt werden, bevor eine betrügerische Transaktion erfolgt. Entsprechend groß ist das Interesse an einer Ausweitung biometrischer Verfahren in den kommenden drei bis fünf Jahren – mit einem durchschnittlichen Interesse von 6 von 10 Punkten in den befragten Organisationen.

(INFORM vom 03.03.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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