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04.03.2026

Baufinanzierungsstudie: Markt steht zunehmend unter Druck

Die Immobilienpreise stagnieren auf hohem Niveau, während auslaufende Kreditverträge auf deutlich gestiegene Zinsen treffen.

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© Robert Kneschke /fotolia.com

59 Milliarden Euro Neugeschäftsvolumen: Der Baufinanzierungsmarkt verzeichnet im vierten Quartal 2025 ein Plus von 15 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Doch gestiegene Zinsen und konjunkturelle Unsicherheiten bremsen die Dynamik. Zu diesem Ergebnis kommt die Baufinanzierungsstudie Q4 2025 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) in Kooperation mit der Interhyp AG.

„Das robuste Wachstum im Neugeschäft von klassischen Baufinanzierungen darf nicht über die strukturellen Herausforderungen hinwegtäuschen, die uns auch im Jahr 2026 begleiten werden. Der Finanzierungsbedarf bleibt ungebrochen hoch, während volumenstarke Kreditjahrgänge auslaufen. Zusätzlich steigt der Sanierungsdruck bei Bestandsimmobilien“, sagt Tomas Rederer, Partner und Head of Financial Services Management Consulting bei PwC Deutschland.

Neugeschäft im Bausparmarkt auf Rekordtief

Das Neugeschäftsvolumen im Bausparmarkt ist im letzten Quartal von 2025 auf rund 15 Milliarden Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken. Die erwartete saisonale Erholung im vierten Quartal blieb aus. Auf Gesamtjahressicht resultiert daraus ein Rückgang von circa 23 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch das Bestandgeschäft ist rückläufig: Die Kapitalauszahlung ist auf Jahressicht 4 % geringer als im Vorjahr. Dabei ist die Einlagenauszahlung um rund 9 % zurückgegangen, während der Anteil der Kreditkomponente am Auszahlungsvolumen 2025 auf circa 33 % gestiegen ist – den höchsten Stand seit 2009. Während also weniger gespart wird, werden bestehende Verträge verstärkt für Kredite genutzt.

Wohnungsmarkt zwischen Preisrückgang und Zinslast

Am Immobilienmarkt sind die Preise erstmals seit zwei Jahren zurückgegangen: um 0,3 % gegenüber Vorquartal, inflationsbereinigt sogar um 0,8 %. Konstant hoch bleiben dagegen die Preise für Neubauten. Im Vergleich zu Bestandobjekten (Baujahr vor 1990) sind sie rund 3,2 % teurer. Ein Grund für die gebremste Nachfrage ist zum einen die weiterhin niedrige Konsumentenstimmung: „Durch die wirtschaftliche Unsicherheit werden auch die Kaufinteressenten zurückhaltender“, resümiert Jörg Utecht, CEO der Interhyp AG.

Zudem macht sich das gestiegene Zinsniveau bemerkbar; sichtbar wird das insbesondere in der Anschlussfinanzierung: Um die monatliche Belastung zu bewältigen, senken viele Kreditnehmer ihre Tilgungsrate, wodurch die Laufzeit auf über 24 Jahre steigt. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach Flexibilität: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zinsbindungsdauer um 8 % auf durchschnittlich 9,5 Jahre zurückgegangen.

„Für 2026 erwarten wir einen volumenseitig stabilen, aber weiterhin herausfordernden Markt. Denn trotz hohen Finanzierungsbedarfs sorgen das anhaltende Zinsniveau und verschärfte Kreditvergabestandards dafür, dass viele potenzielle Käufer an der Seitenlinie stehen bleiben“, so Rederer.

(PwC vom 03.03.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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