Technologie kann die Leistungsfähigkeit von Unternehmen deutlich verbessern. Etwa durch effizientere Prozesse, schnellere Entscheidungen und neues Wachstum. 79 % berücksichtigen sie bereits bei der Bewertung ihrer Leistung. Gleichzeitig messen jedoch nur die Hälfte der Unternehmen systematisch, ob sich diese Investitionen auch wirtschaftlich auszahlen und welchen konkreten Beitrag sie zum Ergebnis leisten. Das zeigt die Studie „Performance Improvement Perspectives 2026“ von KPMG in Deutschland, für die 267 Führungskräfte befragt wurden.
Standardisierte Reportingprozesse fehlen
In der Praxis zeigt sich eine deutliche Lücke: Nur rund jedes vierte Unternehmen verfügt über einen standardisierten Steuerungs- und Reportingprozess. Dadurch werden Maßnahmen oft nicht konsequent auf ihre Wirkung hin gesteuert, Synergien bleiben ungenutzt und die wirtschaftlichen Effekte lassen sich nur eingeschränkt nachvollziehen. Ein wesentlicher Grund liegt in der Umsetzung. Fehlende technische Voraussetzungen (37 %), Kompetenzlücken (32 %) und unzureichendes Tracking (27 %) erschweren es, den Einsatz von Technologie konsequent messbar zu machen.
Hohe Erwartungen an Technologie
Insbesondere im Zeitalter von anhaltender Digitalisierung und Kostensteigerungen sehen 51 % der befragten Unternehmen Technologie als Effizienztreiber. Zunehmend steht sie dabei neben klassischen Kennzahlen wie Kosten oder Effizienz und beeinflusst zentrale Steuerungsentscheidungen. Besonders Technologien wie Künstliche Intelligenz (63 %) und Prozessautomatisierung (42 %) gelten als Performancetreiber und entscheidend für die Verbesserung von Prozessen und Entscheidungen.
Immer mehr Innovations- und Wettbewerbsdruck
Gleichzeitig steigt der Druck, diese Potenziale auch tatsächlich zu realisieren. 79 % der Unternehmen berichten, dass der Innovations- und Wettbewerbsdruck in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen ist. Vor allem die Bereiche IT- und Technologie (62 %) und Finanzen und Controlling (30 %) stehen unter hohem Leistungsdruck.
(KPMG vom 20.04.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)

