• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken

24.06.2026

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken

Der EU-Stresstest 2027 wird schlanker, risikoorientierter und berücksichtigt erstmals konkrete Klimarisiken.

Beitrag mit Bild

©fotomek/fotolia.com

Die Europäische Bankenaufsicht (European Banking Authority – EBA) konsultiert den überarbeiteten EU-weiten Stresstest. Dieser ist stärker risikoorientiert. Bei der Methodik, den Templates und Anleitungen, die bei dem Stresstest 2027 angewendet werden sollen, sind zum Beispiel die Datenanforderungen an die beaufsichtigten Unternehmen gesunken. Zudem sollen die Anforderungen des Stresstests mit aufsichtlichen Standards harmonisiert werden. Dadurch sinkt der Aufwand für die teilnehmenden Institute. Beispielsweise vereinheitlicht der Stresstest die Exposure-Klassen im Kreditrisiko mit dem aufsichtlichen Meldewesen.

Die Bafin hat sich – gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank, der Europäischen Zentralbank (EZB) und anderen Nationalen Aufsichtsbehörden – an dem Entwurf beteiligt. Sie setzt sich seit Längerem für mehr Proportionalität in der Aufsicht ein. Den nationalen Stresstest für weniger bedeutende Institute haben Bafin und Deutsche Bundesbank bereits deutlich risikoorientierter gestaltet.

Klimarisiken werden erstmals berücksichtigt

Die EBA hat auch Klimarisiken in den Stresstest integriert. Die Institute müssen erstmals konkrete Vorgaben umsetzen, wie sie Klimarisiken bewerten. Die Einbindung von Klimarisiken macht deutlich, dass Zukunftsrisiken zunehmend Teil der Aufsichtspraxis werden.

Unternehmen, die am EU-weiten Stresstest teilnehmen, können sich an der Konsultation beteiligen. Sie können ihr Feedback direkt an ihre Ansprechpersonen in der EZB geben. Sie leiten die Kommentare an die EBA weiter.

Die Erleichterungen bei den Stresstests sind Teil einer größeren Initiative der EBA, Aufsicht und Regulierung proportionaler und effizienter zu gestalten – ohne die Stabilität und Resilienz des europäischen Finanzsektors zu gefährden.

(BaFin vom 24.06.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

©fotomek/fotolia.com

24.09.2026

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn

Banken, die konsequent auf vertrauenswürdige künstliche Intelligenz setzen, erzielen deutlich höhere Erträge aus ihren KI-Investitionen. Das zeigt der aktuelle „Data and AI Impact Report“ des Softwareanbieters SAS, dessen Daten vom Marktforschungsunternehmen IDC erhoben wurden. Banken liegen beim KI-Vertrauen vorn Im Branchenvergleich zählen Banken zu den Vorreitern. Ihr Trustworthiness-Index stieg binnen eines Jahres um 12,8 Punkte

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn
Meldung

©helmutvogler/fotolia.com

23.09.2026

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte

Das Eurosystem treibt die Tokenisierung der Finanzmärkte voran. Am 21.09.2026 hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit „Pontes“ eine Infrastruktur gestartet, über die Geschäfte mit tokenisierten Vermögenswerten in Zentralbankgeld abgewickelt werden können. Damit setzt die Notenbank erstmals ihre Strategie für einen stärker auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basierenden Finanzmarkt praktisch um. Sicheres Geld für digitale Märkte Tokenisierung soll

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte
Meldung

pitinan/123.rf.com

22.09.2026

Deutscher KI-Markt wächst um 48 %

Deutschland investiert deutlich mehr in Künstliche Intelligenz, und generative KI treibt das Wachstum. Im laufenden Jahr verdoppeln sich die Ausgaben für generative KI voraussichtlich auf 11,5 Milliarden Euro, nach 5,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Der gesamte KI-Markt aus Software, Services und Hardware wächst um 48 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro, nach 19,4 Milliarden Euro in

Deutscher KI-Markt wächst um 48 %
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)