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14.07.2026

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt

Die Elektroprämie treibt die Neuzulassungen kräftig an, stärkt dabei aber überproportional ausländische Anbieter und erhöht den Wettbewerbsdruck auf deutsche Hersteller.

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©pitinan/123rf.com

Die staatliche Kaufprämie hat den deutschen Elektroautomarkt im zweiten Quartal deutlich belebt. Mit knapp 208.400 Neuzulassungen wurde ein neuer Quartalsrekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 54%. Von dem Wachstum profitieren jedoch vor allem ausländische Hersteller.

Deutsche Konzerne wachsen langsamer

Die deutschen Autobauer steigerten ihre Elektroverkäufe zwar um 31%, ihr gemeinsamer Marktanteil sank laut einer EY-Analyse auf Basis von KBA-Daten aber von 63,1% auf 53,9%. Im Januar hatte er noch bei 61% gelegen, im Juni nur noch bei 51%.

Chinesische Hersteller erhöhten ihren Absatz um 64% und erreichten einen Marktanteil von 9,9%. Andere ausländische Marken, darunter Tesla, legten sogar um 101% zu. Ihr Anteil stieg von 27,6% auf 36,2%.

Besonders stark wuchs Tesla mit einem Plus von 305%. Renault, Nissan und Mitsubishi kamen gemeinsam auf 187%, Mercedes-Benz auf 122%. Volkswagen blieb mit rund 69.300 Elektro-Neuzulassungen dennoch führender Konzern.

Förderung erreicht preissensible Käufer

EY-Experte Constantin Gall sieht die Prämie als entscheidenden Wachstumstreiber. Besonders Privatkunden reagierten: Ihre Elektro-Neuzulassungen stiegen im Mai um 106%, während Unternehmen lediglich 21% mehr Fahrzeuge anmeldeten. Ausländische Anbieter profitieren laut EY von aggressiven Preisen und einem größeren Angebot unterhalb von 25.000 Euro. Deutsche Hersteller sind in diesem Segment bislang kaum vertreten. Gerade dort sitzt jedoch die Kernzielgruppe der Förderung.

Wachstum könnte nach Förderende einbrechen

Gall warnt, dass der aktuelle Boom weitgehend steuerfinanziert sei. Da das Förderbudget begrenzt und eine Verlängerung angesichts knapper Staatskassen unwahrscheinlich sei, drohe nach dem Auslaufen der Prämie ein deutlicher Marktrückgang. Hoffnung machen das Flottengeschäft und neue deutsche Modelle. Technisch seien die heimischen Hersteller wieder wettbewerbsfähig. Entscheidend werde nun, ob neue elektrische Kleinwagen die Marktanteilsverluste stoppen können.

(EY vom 10.07.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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