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27.07.2026

Unsicherheit erreicht historischen Höchststand

Deutsche Unternehmen blicken wegen steigender Kosten, schwacher Konjunktur und geopolitischer Risiken mit großer Sorge in die Zukunft.

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thodonal/123rf.com

Die wirtschaftliche Unsicherheit erreicht in deutschen Unternehmen ein außergewöhnliches Niveau. Laut einer internationalen CRIF-Umfrage sorgen sich 87 % der Befragten um ihre finanzielle Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Damit liegt Deutschland vor allen anderen untersuchten Ländern. 61 % der Unternehmen sprechen sogar von der unsichersten Phase ihrer bisherigen unternehmerischen Laufbahn.

Steigende Kosten belasten die Betriebe

Die größte Sorge bleiben höhere Betriebskosten: 54 % der Unternehmen erwarten deutliche Steigerungen. Jeweils 25 % rechnen mit sinkenden Gewinnen oder fürchten, bei Künstlicher Intelligenz und neuen Technologien den Anschluss zu verlieren. Aber auch die finanzielle Stabilität gerät unter Druck. 21 % sehen Risiken bei laufenden Zahlungsverpflichtungen, 20 % beim Cashflow. Weitere 17 % sorgen sich um den Zugang zu Krediten und Finanzierungen.

Inflation und geopolitische Konflikte als Risiken

Als größte externe Belastung nennen 48 % Inflation und steigende Kosten. 39 % befürchten eine Abschwächung der deutschen Wirtschaft, 36 % eine schwächere Konjunktur in Europa. Hinzu kommen geopolitische Spannungen. 33 % sehen Konflikte im Nahen Osten als Risiko, 31 % erwarten Belastungen durch die angespannten Beziehungen zwischen Europa und den USA, etwa durch Zölle oder Handelsbarrieren.

Sieben von zehn Unternehmen erklären, dass die globale Lage langfristige Planungen erschwert. 65 % beobachten eine sinkende Konsumnachfrage, 73 % empfinden die Unternehmensführung durch Inflation und hohe Kosten als zunehmend schwierig.

KI wird zum strategischen Instrument

Viele Unternehmen reagieren mit Kostensenkungen und angepassten Wachstumsplänen. 46 % setzen KI bereits gezielt zur Reduzierung von Kosten ein; deutlich mehr als in den Vergleichsländern. Jeweils 32 % haben Wachstumspläne überarbeitet oder Neueinstellungen verschoben.

KI dient dabei zunehmend konkreten Geschäftszielen: 57 % wollen administrative Prozesse effizienter gestalten, 55 % operative Abläufe automatisieren und 53 % ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Gleichzeitig verlangen die Unternehmen klare Kontrollmechanismen. 77 % sprechen sich dafür aus, KI-Entscheidungen weiterhin durch Menschen überprüfen zu lassen. Nur 43 % halten die Aufsichtsbehörden für ausreichend auf die Kontrolle von KI im Finanzsektor vorbereitet.

(CRIF vom 24.07.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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