28.07.2026

E-Auto-Markt in der EU legt zweistellig zu

Elektroautos boomen, Verbrenner verlieren und steigende Ölpreise verstärken den Wandel auf Europas Automärkten.

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Der Trend zu steigenden Absätzen von Elektroautos in den fünf größten Automärkten Europas – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Vereinigtes Königreich – hält im zweiten Quartal 2026 an. Das zeigt der aktuelle „Electric Vehicle Sales Review“ (EVSR) von PwC Autofacts®, in dem die Neuzulassungszahlen in weltweit 43 ausgewählten Märkten ausgewertet werden. Alle EV-Antriebsarten (BEV, PHEV und HEV) verzeichneten zweistellige Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg des BEV-Anteils auf 22 % im 2. Quartal drückte den Marktanteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICEs) mit 28 % auf den niedrigsten Wert aller Zeiten. ICE-Absätze nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 22 % ab. Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) erreichten im 2. Quartal einen Rekordwert von 272.000 Autos und erreichten einen Marktanteil von 11 %.

Positives Gesamtbild differenziert sich beim Blick auf zentrale nationale Märkte

Der globale Markt für Elektrofahrzeuge entwickelt sich uneinheitlich: In Deutschland wachsen batterieelektrische Fahrzeuge seit Anfang 2025 kräftig und überholten im Juni 2026 erstmals wieder Hybride beim Marktanteil. China erreicht mit mehr als 40 % BEV-Anteil und 61 % New-Energy-Vehicles neue Rekorde, während der US-Markt nach dem Auslaufen der Steueranreize weiter schrumpft und lediglich klassische Hybride deutlich zulegen.

Konflikt in der Golfregion wirkt als Treiber für Elektromobilität

Seit Ausbruch des Konflikts in der Golfregion schwankt der Preis für ein Barrel Öl stark mit einer Tendenz zu Ausschlägen nach oben. Betrug er zu Beginn (Stichtag: 27. Februar 2026) noch 72,48 US-Dollar je Barrel, stieg er am 22. Juli auf 94,07 US-Dollar. Den tiefsten Wert erreichte er am 1. Juli mit 71,75 US-Dollar, aber insgesamt verteuerte sich Öl seit Kriegsausbruch um 30 %. „Die Ölpreisentwicklung wirkt wie ein externer Beschleuniger für die Verbreitung der Elektromobilität. Entscheidend ist jedoch vor allem die technologische Reife der aktuellen Modellgeneration: hohe Reichweiten, wettbewerbsfähige Preise und klare Vorteile bei den Betriebskosten. Das verändert die Marktlogik nachhaltig,“ erklärt Harald Wimmer, Partner und Global Automotive Leader bei PwC Deutschland.

Deutschland und USA holen beim Kauf gebrauchter BEV gegenüber China auf

Der Gebrauchtmarkt für Elektroautos wächst in Deutschland und den USA deutlich, nähert sich aber erst allmählich dem höheren Niveau Chinas an. Gleichzeitig verlieren gebrauchte BEVs im Durchschnitt stärker an Wert als vergleichbare Verbrenner: 52 % gegenüber 36 %, wobei teurere Fahrzeuge besonders betroffen sind.

(PwC vom 28.07.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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