• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • 2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein

10.09.2026

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein

Die Elektrifizierung des Lkw-Verkehrs hat weltweit unterschiedliche Geschwindigkeiten; in Europa könnte bis 2035 fast jeder zweite Lkw elektrisch fahren.

Beitrag mit Bild

© furuoda/fotolia.com

Der Markt für elektrische Lkw entwickelt sich weltweit mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Während China beim Hochlauf bereits weit vorangeschritten ist, steht Europa vor einer starken Wachstumsphase. Die USA dürften dagegen noch länger von Dieselantrieben geprägt bleiben. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Boston Consulting Group (BCG).

China führt bei elektrischen Lkw

In China entfielen 2025 bereits knapp 30% der Neuzulassungen mittlerer und schwerer Lkw auf batterieelektrische Modelle. 2026 liegt der Anteil laut BCG bereits darüber. Zudem werden mehr als 90% der weltweit verkauften emissionsfreien Lkw in China abgesetzt. In mehreren Einsatzbereichen haben E-Lkw dort bereits Kostenparität mit Diesel erreicht. Ein dichtes Netz aus Lade- und Batteriewechselstationen sowie staatliche Förderung treiben die Entwicklung zusätzlich voran.

Europa könnte bis 2035 auf 48% kommen

Europa steht nach Einschätzung von BCG erst am Beginn des breiten Markthochlaufs. In einem nachfragegetriebenen Szenario könnten batterieelektrische Lkw 2035 rund 48% der Neuzulassungen erreichen. Ohne regulatorische Entlastungen könnte sogar ein Anteil von bis zu 65% nötig werden, damit Hersteller ihre CO₂-Vorgaben erfüllen.

Als zentrale Hürde gilt weiterhin die Ladeinfrastruktur, insbesondere im Fernverkehr. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck aus China. Chinesische Hersteller könnten schwere E-Lkw laut BCG 30% bis 50% günstiger anbieten als europäische Wettbewerber.

USA bleiben deutlich zurück

In den USA erwartet BCG 2030 für Elektro- und Hybrid-Lkw zusammen einen Marktanteil von weniger als 5%. Selbst 2035 sollen es lediglich rund 8% sein. Gründe sind unter anderem fehlende bundesweite Vorgaben, eine schwache Ladeinfrastruktur und unterschiedliche Förderbedingungen der Bundesstaaten.

Für Hersteller bedeutet die Entwicklung: Statt einer global einheitlichen Elektrifizierungsstrategie werden zunehmend regionale Produkt-, Produktions- und Investitionsstrategien erforderlich.

(BCG vom 09.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

07.09.2026

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus

Geopolitische Krisen und Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und der wachsende Konkurrenzdruck aus China belasten den deutschen Außenhandel nachhaltig. Insgesamt 30 % der deutschen Mittelständler mit Auslandsgeschäft gehen daher davon aus, dass ihre grenzüberschreitenden Umsätze in den kommenden drei Jahren sinken werden. Davon rechnen 6 % sogar mit einem starken Rückgang. Ein Wachstum ihrer Auslandsumsätze sehen knapp ein Viertel

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)