24.09.2026

Studie: Banken liegen bei KI-Governance vorn

Banken, die Trustworthy AI aktiv vorantreiben, profitieren am meisten von ihren KI-Investitionen. Dies belegt eine aktuelle globale SAS-Studie.

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Banken, die konsequent auf vertrauenswürdige künstliche Intelligenz setzen, erzielen deutlich höhere Erträge aus ihren KI-Investitionen. Das zeigt der aktuelle „Data and AI Impact Report“ des Softwareanbieters SAS, dessen Daten vom Marktforschungsunternehmen IDC erhoben wurden.

Banken liegen beim KI-Vertrauen vorn

Im Branchenvergleich zählen Banken zu den Vorreitern. Ihr Trustworthiness-Index stieg binnen eines Jahres um 12,8 Punkte auf 63,5 von 100 Punkten und liegt damit über dem globalen Durchschnitt von 61,3 Punkten. Auch beim Einsatz autonomer KI sind Finanzinstitute vergleichsweise weit: Nur noch 29% benötigen bei geschäftskritischen Entscheidungen eine umfassende menschliche Überprüfung.

Nachholbedarf gibt es vor allem bei Model Governance und Kontrolle. Hier liegt die tatsächliche Vertrauenswürdigkeit zehn Punkte unter der von den Unternehmen wahrgenommenen.

IDC unterscheidet zwischen „Leadern“ mit mindestens 80 Punkten und „Laggards“ mit weniger als 40 Punkten. 85% der führenden Banken haben bereits Frameworks für vertrauenswürdige KI etabliert, bei den Nachzüglern sind es lediglich 29%. Zugleich erwarten 66% der führenden Finanzinstitute einen starken Return on Investment (ROI) – fast siebenmal so viele wie bei den Nachzüglern.

Governance zahlt sich aus

Branchenübergreifend zeigt sich ein ähnliches Bild: Unternehmen mit Maßnahmen für vertrauenswürdige KI haben laut Studie eine 15-mal höhere Wahrscheinlichkeit, mit KI-Projekten einen starken ROI zu erzielen. Organisationen mit guter Governance, hoher Datenqualität und Auditierbarkeit berichten zudem von mindestens doppelt so hohen Renditen aus ihren KI-Implementierungen.

Fehlendes Vertrauen bremst KI

Ein Problem bleibt die mangelnde Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen. Rund 97% der Anwender verwerfen zumindest gelegentlich KI-generierte Empfehlungen. In 34,5% der Fälle ist eine nicht nachvollziehbare Herleitung der Grund dafür.

Hinzu kommt eine schwache Datenbasis: Nur 17,5% der Unternehmen haben ihre Dateninfrastruktur umfassend auf die Anforderungen von KI-Agenten vorbereitet. Dabei haben Unternehmen mit optimierter Datengrundlage laut Studie eine viermal höhere Aussicht auf einen starken ROI aus ihren KI-Projekten.

(SAS vom 24.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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