Mit dem breiteren Einsatz von Künstlicher Intelligenz wächst auch der Einfluss von Finanzvorständen. Laut der globalen CFO-Studie des IBM Institute for Business Value unter 1.500 CFOs haben 62% inzwischen zusätzliche Verantwortung für Technologie- oder KI-Strategien übernommen. 56% verfügen über mehr Einfluss auf Portfoliosteuerung und Kapitalallokation, 54% gestalten stärker Geschäftsmodelle und Wachstumsstrategien.
Finanzabteilungen noch nicht transformationsreif
Trotz des erweiterten Mandats ist die praktische Umsetzung vielerorts noch begrenzt. Nur 6% der befragten CFOs sehen ihre Finanzfunktion als transformationsreif an – also mit KI, die konsequent in Prozesse und Entscheidungen integriert ist.
Bis 2030 rechnen 56% der CFOs mit größerer Verantwortung für finanzielle und ethische Leitplanken beim KI-Einsatz. 55% erwarten mehr Einfluss auf Betriebsmodelle, Personalstrategien und Organisationsstrukturen, 52% auf Wertschöpfung und Portfoliostrategie.
Kapital soll dynamischer verteilt werden
Bereits heute aktualisieren 48% der Unternehmen ihre Kapitalallokation für KI- und Wachstumsinvestitionen regelmäßig auf Basis aktueller Daten. Ebenfalls 48% der Finanzbereiche messen den durch KI geschaffenen Wert und verteilen Kapital entsprechend neu. Allerdings geben erst 8% an, unternehmensweite KI-Wertziele zu führen und Investitionsentscheidungen automatisiert daran zu koppeln.
Nur 6% erlauben KI-Systemen, innerhalb definierter Grenzen Umschichtungen vorzuschlagen oder selbst auszuführen.
KI-affine CFOs erzielen bessere Ergebnisse
Besonders weit entwickelte „AI-first CFOs“ schneiden laut IBM deutlich besser ab. Ihre Unternehmen verzeichneten von 2022 bis 2024 ein um 23% höheres Umsatzwachstum als Vergleichsunternehmen. Zudem berichten sie 18% häufiger von einer effektiven Umsetzung der Unternehmensstrategie und genehmigen neue KI-Projekte 15% schneller.
(IBM vom 05.10.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)

