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15.04.2025

Deutscher Markt für Wagniskapital startet solide ins neue Jahr

Der deutsche VC-Markt startet das neue Jahr mit einer stabilen Ausgangslage, ohne jedoch eine eindeutige Richtung für den weiteren Jahresverlauf vorzugeben.

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©alfaphoto/123rf.com

Deutsche Start-ups haben im ersten Quartal 2025 in 295 Finanzierungsrunden rund 1,6 Milliarden Euro Kapital eingeworben. „Der deutsche Markt für Wagniskapital ist damit sehr solide in das neue Jahr gestartet, ein eindeutiger Trend in die eine oder andere Richtung ist jedoch noch nicht erkennbar“, sagt Dr. Steffen Viete, Fachmann für Wagniskapital (Venture Capital, VC) bei KfW Research. Das Dealvolumen lag zwar 14 % über dem des vierten Quartals 2024 mit 1,4 Milliarden Euro, war jedoch niedriger als im Vorjahresquartal (1,9 Milliarden Euro). Die Anzahl der Transaktionen sank im Vergleich zu beiden Quartalen deutlich.

Dabei ist jedoch festzuhalten, dass ein höheres Dealvolumen in zurückliegenden Quartalen oft durch einzelne Megarunden mit Volumen von 250 Millionen Euro und mehr getrieben war. Solche Finanzierungen sind im bisherigen Verlauf des Jahres 2025 ausgeblieben.

Das sind Ergebnisse des KfW-Venture-Capital-Dashboards, in dem KfW Research quartalsweise Zahlen zum deutschen Venture-Capital-Markt veröffentlicht.

Hiesige Start-ups an der Spitze

Einen großen Beitrag zum Dealvolumen leisteten zum Jahresbeginn Finanzierungen von Unternehmen in der sogenannten Start-up Phase – also in der frühen Phase. Sie machten im ersten Quartal mehr als die Hälfte (51 %) des Finanzierungsvolumens aus, nach 43 % im Vorquartal.

Spiegelbildlich sank der Anteil des Finanzierungsvolumens im sogenannten Scale-up-Segment – also von Unternehmen, die die Startphase bereits verlassen haben – von 43 % auf 39 %. Da an großen Finanzierungsrunden im Wachstumsbereich in Deutschland häufig US-Investoren maßgeblich beteiligt sind, war auch ihr Beitrag zum VC-Dealvolumen in Deutschland mit nur 13 % deutlich geringer als sonst.

Zahl der Exits steigt das zweite Quartal in Folge

Erfreulich entwickelte sich die Zahl der Exits, entweder durch Verkäufe an andere Unternehmen oder durch Buy-outs mit Beteiligung eines Finanzinvestors. Insgesamt wurden im abgelaufenen Quartal 43 Exit-Transaktionen registriert, im überwiegenden Teil durch Übernahmen. Die Zahl stieg damit das zweite Quartal in Folge.

„Die Exit-Aktivität bleibt gemessen an der Anzahl der Deals hoch“, so Dr. Steffen Viete. „Ein Wermutstropfen ist die aktuell hohe Volatilität an den öffentlichen Märkten, die einen Belastungsfaktor für die Realisierung von Exits darstellt. Dagegen dürfte das Zinsumfeld in Europa dem deutschen VC-Markt im Frühling weiter Schub verleihen.“

Das aktuelle KfW-Venture-Capital-Dashboard von KfW Research finden Sie hier.

(KfW vom 14.04.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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