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25.08.2025

KfW Research erhöht Wachstumsprognose deutlich

Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im kommenden Jahr real um 1,5% zulegen. Für 2025 rechnet KfW Research nun mit einem Plus von immerhin 0,2%.

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© Minerva Studio/fotolia.com

Die Bundesregierung plant, die Fiskalpolitik bereits in diesem Jahr sehr expansiv auszugestalten. Der Fiskalstimulus des Bundes kommt noch schneller und auch größer als gedacht. KfW Research geht deswegen für das Jahr 2026 von einem deutlich stärkeren Wirtschaftswachstum aus als bislang und erhöht seine Prognose um 0,5 Prozentpunkte auf nun 1,5 %.

Rückenwind zum Jahresende

Für das laufende Jahr hebt KfW Research seine Prognose ebenfalls von 0,0 % auf nun 0,2 % an. Im laufenden Quartal wird die deutsche Wirtschaft nur geringfügig wachsen, dann aber dürfte die konjunkturelle Aufwärtsdynamik schrittweise zunehmen. „Für die deutsche Wirtschaft sollte zum Jahresende hin der Rückenwind überwiegen. Schon im vierten Quartal ist mit einem ersten konjunkturellen Schub durch die Investitionsoffensive des Bundes zu rechnen“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. „Signale für eine zunehmende Kreditnachfrage der Unternehmen und Haushalte weisen auch auf einen Anstieg der privaten Investitionstätigkeit hin. Die signifikanten US-Zollerhöhungen seit Frühjahr 2025 scheinen die Unternehmen recht gut zu verkraften.“

Das Wachstum der Eurozone im laufenden Jahr wird durch eine – nach Revisionen – überraschend starke Entwicklung zum Jahresstart geprägt. KfW Research korrigiert seine Wachstumsprognose für 2025 um 0,4 Prozentpunkte nach oben auf 1,2 %. Nachdem zollbedingte Vorzieheffekte ausgelaufen sind, geht es nun vorerst mit einer geringeren Geschwindigkeit weiter. Für 2026 rechnet KfW Research dann mit einem Wachstum von 1,1 % für die Eurozone.

Inflation unter Kontrolle

Für die Inflation bleibt KfW Research bei seiner bisherigen Prognose für Deutschland von 2,1 % für 2025 und 2,0 % im kommenden Jahr (gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex, HVPI). „Die Inflation in Deutschland ist nach dem zurückliegenden Preisschock wieder unter Kontrolle“, sagt Dr. Dirk Schumacher. Für 2025 erwartet die volkswirtschaftliche Abteilung der KfW Verbraucherpreissteigerungen in der Eurozone um 2,0 % und 1,9 % für 2026.

Auf- und Abwärtsrisiken für die Prognose der deutschen und europäischen Konjunkturentwicklung ergeben sich insbesondere durch weiter bestehende Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der US-Handelspolitik, sowie durch Unsicherheiten in Bezug auf die Umsetzung und Wirkung des Investitionspakets in Deutschland.

(KfW Research vom 25.08.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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