• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • 2018 Rekordjahr für Risikokapital-Investitionen

17.01.2019

2018 Rekordjahr für Risikokapital-Investitionen

Beitrag mit Bild

© tashatuvango/fotolia.com

Weltweit sind im vergangenen Jahr 254 Milliarden Dollar Risikokapital in Start-ups geflossen – so viel wie nie zuvor. Dabei wurde der bisherige Höchstwert aus 2017 (174,6 Milliarden) sogar um fast 50 Prozent übertroffen. Dank einiger erfolgreicher Börsengänge stieg auch das Exitvolumen auf ein neues Hoch von über 300 Milliarden Dollar.

Das zeigt der neue „Venture Pulse“ von KPMG, für den regelmäßig die weltweiten Risikokapital-Investitionen ausgewertet werden.

Zu verdanken ist die neue Rekordsumme unter anderem zahlreichen „Megadeals“ mit einem Volumen von mindestens 1 Milliarde Dollar. Allen voran das Fintech Ant Financial (14 Milliarden im 2. Quartal) und der E-Zigarettenhersteller Juul (12,8 Milliarden im 4. Quartal). Dazu kamen mehrere neu aufgelegte VC-Fonds wie Sequoia (8 Milliarden), Tiger Global (3,75 Milliarden), Bessemer Venture Partners (1,85 Milliarden) und GGV Capital (1,36 Milliarden). Die Zahl der „Einhörner“ (Start-ups mit einer Bewertung von mindestens 1 Milliarde Dollar) verdoppelte sich von 2017 (53) nahezu auf 94 in 2018.

KPMG-Partner Stefan Kimmel: „Ungeachtet des neuen Investitionsrekordes ist die Zahl der Deals weltweit gesunken. Investoren achten inzwischen genauer darauf, worin sie investieren. Und so geht der Trend zunehmend hin zu den reiferen Late stage-Deals. Erfreulich aus Investorensicht ist die hohe Zahl der Börsengänge VC-finanzierter Unternehmen. Alleine in den USA kam es im vergangenen Jahr zu mehr als 80 IPOs. Nach den Börsenturbulenzen Ende 2018 wird es interessant sein, zu beobachten, wie sich dieser Markt entwickelt, zumal Lyft und Uber ihren IPO-Prozess vor kurzem angestoßen haben.“

Finanzierungen und Unternehmensbewertungswerte stark gestiegen 

Auffällig ist, wie stark sowohl der Median der Dealgrößen als auch der Median der Pre Money-Bewertung in den verschiedenen Finanzierungsphasen seit 2010 gestiegen sind. Lag 2010 der Median bei den Later Stage Venture Capital-Finanzierungen noch bei 5,5 Millionen Dollar, hat er sich bis 2018 auf 11,5 Millionen mehr als verdoppelt. Dieselbe Entwicklung zeigt sich bei Angel/Seed- und Early Stage-Finanzierungen. Noch drastischer ist die Entwicklung bei der Pre Money-Bewertung. Hier lag der Median der Series B-Finanzierungen 2010 noch bei 19,2 Millionen Dollar – bis 2018 stieg dieser Wert auf 60 Millionen. Ähnlich bei Series A- und Seed-Finanzierungen: hier wuchs der Median von 6 Millionen auf 20 Millionen beziehungsweise von 2,8 Millionen auf 6,7 Millionen Dollar.

Heißester Trend: Künstliche Intelligenz

Mehrere Branchen und Technologiebereiche konnten sich 2018 über besonders hohe Geldzuflüsse freuen. Technologisch gesehen standen Investitionen in Künstliche Intelligenz an der Spitze; als attraktivste Branchen entpuppten sich Transport & Logistik sowie der Gesundheits- und Biotechsektor. KPMG-Partner Tim Dümichen: „Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland auch in diesem Jahr viel Geld in Start-ups fließen wird, die sich mit der Anwendung Künstlicher Intelligenz beschäftigen. Denn diese Technologie befindet sich hierzulande noch in der Frühphase der Entwicklung und besitzt quer durch alle Branchen enormes Potenzial.“

Die gesamte Studie finden Sie hier.

(Pressemitteilung KPMG vom 15.01.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Zerbor - Fotolia.com

15.10.2026

Cyberrisiken und KI setzen CEOs unter Druck

Die schwache Konjunktur bleibt für CEOs weltweit das größte Risiko. Laut dem aktuellen CEO Outlook Survey von EY-Parthenon nennen 44 % die wirtschaftliche Unsicherheit als zentrale Belastung. Cyberrisiken und Datenschutzbedrohungen folgen mit 40 %, technologische Umbrüche einschließlich KI mit 34 %. In Deutschland stehen Konjunktur- und Cyberrisiken mit jeweils 40 % gleichauf. Für die Studie

Cyberrisiken und KI setzen CEOs unter Druck
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

14.10.2026

Steigende Kreditkosten: UKs CFOs setzen auf Sparkurs statt Expansion

Seit mehr als drei Jahren stehen geopolitische Konflikte an der Spitze der Risikoliste britischer Finanzchefs, zeigt die aktuelle Deloitte UK CFO Survey. Besonders die Eskalation des US-Iran-Konflikts und Ölpreise von über 100 US-Dollar je Barrel verstärken die Sorge vor Inflation und steigenden Zinsen. Finanzierungskosten auf Zweieinhalbjahreshoch Die Finanzchefs erwarten binnen zwölf Monaten eine Inflationsrate von

Steigende Kreditkosten: UKs CFOs setzen auf Sparkurs statt Expansion
Meldung

© weerapat1003/fotolia.com

13.10.2026

Klimaschutz als Milliardenchance für Unternehmen

Deutschlands Klimatransformation erfordert bis 2045 Investitionen von sechs Billionen Euro. Für Finanzvorstände wird die Finanzierung zum strategischen Thema. Entscheidend sind Kapitalkosten, Investitionsprioritäten und die Mobilisierung privaten Kapitals. Unternehmen müssen Investitionen deutlich steigern Laut einer Prognos-Studie im Auftrag der KfW sind jährlich 290 Milliarden Euro für die Klimaneutralität erforderlich. Knapp die Hälfte davon, rund 140 Milliarden

Klimaschutz als Milliardenchance für Unternehmen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)