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10.04.2017

Aktien Emerging Markets – Domäne aktiver Fondsmanager?

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© Coloures-pic/fotolia.com

Hohe wirtschaftliche Dynamik, heterogene und volatile Märkte – Schwellenländer sind für Anleger anspruchsvolles Terrain und gelten daher als Domäne aktiver Fondsmanager. Scope hat diese These überprüft – und aktive und passive Strategien verglichen.

In der Peergroup „Aktien Emerging Markets“ fasst Scope sämtliche Fonds zusammen, die zu mindestens 90% in Aktien der Schwellenländer investieren. Insgesamt hat diese Peergroup 261 Fonds mit einem aggregierten Fondsvolumen von rund 155 Mrd. Euro.

Aktiv gemanagte Fonds stellen mit 220 Fonds und rund 115 Mrd. Euro Fondsvolumen rund drei Viertel dieser Peergroup. Während der MSCI Emerging Markets – und damit passive Investmentansätze – eine starre Länderallokation aufweisen, können aktive Fonds die Gewichtung der einzelnen Schwellenländer im Portfolio variieren.

Damit sind sie zumindest grundsätzlich in der Lage, in ihrer Investmentstrategie die unterschiedlichen ökonomischen Entwicklungen in den Schwellenländern zu reflektieren und somit für Anleger eine Outperformance zu erzielen. Die Kernfrage ist nun, wie viele der aktiv gemanagten Fonds können diesen Vorteil nutzen und den Vergleichsindex MSCI Emerging Markets tatsächlich schlagen?

Die Antwort: Auf Fünf-Jahressicht erzielten rund 36% der aktiv gemanagten Fonds eine Performance, die über der des MSCI Emerging Markets lag.

Zum Vergleich: In anderen Peergroups schaffen es aktive Fonds in deutlich geringerer Anzahl den Vergleichsindex zu schlagen. Von den 258 aktiven Fonds der Peergroup „Aktien Nordamerika“ können gerade einmal 4% den MSCI USA auf Fünf-Jahressicht schlagen. Auch in der Peergroup „Aktien Deutschland“ zeigen nur 25% der aktiven Fonds eine Outperformance gegenüber dem MSCI Germany.

Hälfte der aktiven Fonds mit geringerer Volatilität als MSCI EM
Die Entscheidung für oder gegen einen aktiven Fonds basiert in der Regel nicht nur auf Performance-, sondern vor allem auch auf Risiko-Aspekten. Das heißt, ein aktiver Investmentfonds kann sein Geld auch dann wert sein, wenn er keine Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex erzielt, dafür aber weniger Volatilität generiert.

Hier zeigen die aktiven Emerging Market Fonds überzeugende Ergebnisse: Auf Drei-Jahressicht weisen 48% der Fonds eine geringere Volatilität als der MSCI Emerging Markets auf. Auf Fünf-Jahressicht sind es sogar 49%. Zum Vergleich: In der Peergroup „Aktien Nordamerika“ weisen auf Fünf-Jahressicht nur 12% der Fonds eine geringere Volatilität als der Vergleichsindex auf. Für „Aktien Deutschland“ sind es 55%.

33 Fonds mit höherer Performance und geringerer Volatilität
Die aus Anlegersicht attraktivsten Fonds sind jene, die sowohl eine Outperformance erzielen als auch geringere Volatilität als der Vergleichsindex aufweisen. Aus der Peergroup „Aktien Emerging Markets“ gelingt dies auf Fünf-Jahressicht 33 Fonds (siehe Report). Das sind immerhin 15% der aktiven Fonds dieser Peergroup.

Fazit: Mehr als ein Drittel der aktiv gemanagten Emerging Markets Fonds schlägt auf Fünf-Jahressicht den Vergleichsindex in Bezug auf Performance, jeder zweite Fonds zeigt geringere Volatilität und 15% der Fonds schaffen beides. Dies zeigt, dass vor allem im Vergleich mit Peergroups wie „Aktien Nordamerika“ zahlreiche aktive Schwellenländer-Fonds einen Mehrwert bieten. Dennoch gibt es Raum für Verbesserungen. Denn: Zwei Drittel der aktiven Fonds erreichen die Performance des MSCI Emerging Markets nicht!

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung Scope Ratings vom 06.04.2017)


Redaktion

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