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26.08.2026

Angriffe auf deutsche Wirtschaft immer öfter von ausländischen Geheimdiensten

Fast alle deutschen Unternehmen sind inzwischen nachweislich oder vermutlich von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen.

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© anyaberkut/fotolia.com

Ausländische Nachrichtendienste nehmen deutsche Unternehmen immer stärker ins Visier. 37% der Firmen, die von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen waren, konnten mindestens einen Angriff einem fremden Geheimdienst zuordnen. Im Vorjahr waren es 28%, 2023 erst 7%. Das zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung von 1.003 Unternehmen ab zehn Beschäftigten.

Insgesamt waren 96% der Unternehmen nachweislich oder vermutlich von entsprechenden Angriffen betroffen. Gleichzeitig wächst das Dunkelfeld: Nur noch 67% konnten einen erfolgreichen Angriff sicher feststellen, nach 87% im Vorjahr. Der Anteil der Firmen, die einen Angriff lediglich vermuten, stieg von 10% auf 29%.

China und Russland häufigste Herkunftsländer

52% der sicher betroffenen Unternehmen führten mindestens einen Angriff nach China zurück, 49% nach Russland. Dahinter folgen Osteuropa außerhalb der EU mit 34%, die USA mit 27% und EU-Länder ohne Deutschland mit 26%. Auffällig ist der Iran: 9% der Unternehmen registrierten dort ihren Ursprung, nach 4% im Vorjahr.

Die Organisierte Kriminalität bleibt mit 62% zwar die wichtigste Tätergruppe. Ausländische Nachrichtendienste rücken mit 37% jedoch deutlich näher. Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen warnt vor intensivierten hybriden Aktivitäten und einer zunehmenden Nutzung von KI bei Cyberangriffen.

Cyberattacken verursachen Großteil der Schäden

Die wirtschaftlichen Schäden durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage lagen zuletzt zwischen 211 und 270,8 Mrd. Euro. 76% davon entfielen auf Cyberangriffe. Besonders verbreitet bleiben Ransomware, Passwortangriffe und Phishing.

Zugleich verändert KI das Angriffsgeschehen. Schäden durch automatisierte Robo Calls stiegen von 3% auf 14%, durch Deepfakes von 4% auf 8%. 82% der Unternehmen gehen davon aus, dass Angreifer verstärkt KI einsetzen.

Bei den Investitionen bleibt Luft nach oben: Im Schnitt fließen 18% des IT-Budgets in Sicherheit. Bitkom und BSI empfehlen 20%.

(Bitkom vom 26.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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