• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Ausländische Unternehmen kaufen vermehrt deutsche Tech-Start-ups

17.03.2023

Ausländische Unternehmen kaufen vermehrt deutsche Tech-Start-ups

Die Zahl der M&A-Deals im deutschen Tech-Start-up-Ökosystem steigt gegenüber 2021 von 171 auf 203. Zwei Drittel aller verkauften Start-ups werden von ausländischen Investoren gekauft.

Beitrag mit Bild

© tashatuvango/fotolia.com

Internationale Unternehmen übernehmen immer häufiger deutsche Tech-Start-ups – und das gegen den aktuellen Trend abnehmender M&A-Aktivitäten in nahezu allen Branchen und Sektoren. Die Zahl der Übernahmen deutscher Jungunternehmen stieg von 171 im Jahr 2021 auf 203 im vergangenen Jahr – dies markiert den höchsten Wert seit Erhebungsbeginn.

Zwei Drittel aller verkauften Start-ups werden von ausländischen Investoren gekauft

Zwei von drei Deals (67 %) gingen dabei von ausländischen Investoren aus. Erstmals spielten Käufer aus dem europäischen Ausland mit 78 Transaktionen eine größere Rolle als US-Unternehmen, die insgesamt 53 deutsche Jungunternehmen kauften oder sich an ihnen beteiligten. Der Anteil nordamerikanischer Konzerne am internationalen Transaktionsgeschehen sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozentpunkte, von 53 auf 38 %. Gleichzeitig stieg der Anteil von Übernahmen durch europäische Unternehmen von 44 auf 57 % – plus 13 Prozentpunkte. Die übrigen sieben internationalen M&A-Transaktionen entfielen 2022 auf Unternehmen aus Asien, der Anteil stieg von drei auf 5 %.

65 Deals mit Beteiligung deutscher Jungunternehmen gingen von Deutschland aus, am häufigsten von Unternehmen aus Berlin (zwölf Übernahmen), München (11 Übernahmen) und Nordrhein-Westfalen (neun Übernahmen). Das sind Ergebnisse der aktuellen EY-Studie „Venture capital & start-ups in Germany 2022“.

Digitalunternehmen im Fokus

Besonders groß war der Übernahmehunger bei Unternehmen, die digitale Lösungen erarbeiten und anbieten: Von den mehr als 200 M&A-Transaktionen fanden 66 (33 %) im Bereich Software & Analytics statt. 30 (15 %) wurden im Bereich E-Commerce vollzogen. Die Anzahl von M&A-Aktivitäten durch Finanzinvestoren stieg im Vergleich zum Jahr 2021 deutlich, von 14 auf 25. Der Großteil der Übernahmen und Beteiligungen ging aber weiterhin von sogenannten Corporates, also anderen Unternehmen, aus: 157 waren es im Jahr 2021, 178 im vergangenen Jahr.

Fast jedes fünfte Start-up der Top-100 setzt Sparmaßnahmen um

Der neue Fokus auf Profitabilität zeigt sich auch darin, dass relativ viele Start-ups im vergangenen Jahr bei den Personalkosten sparten. Knapp ein Fünftel (18 %) der Top-100-Start-ups gab an, die Zahl der Mitarbeitenden zu reduzieren. So entließ jedes dritte E-Commerce-Start-up Personal, bei den FinTechs war es jedes fünfte. Damit reagieren deutsche Start-ups ähnlich wie die großen Tech-Konzerne in den USA, wo es aktuell zu großen Personalabbaumaßnahmen kommt.

Die Studie können Sie hier kostenlos bestellen.

EY vom 16.03.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro


Weitere Meldungen


Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

22.04.2026

In Deutschland wird wieder mehr gegründet

Die Gründungslandschaft in Deutschland kommt wieder in Bewegung: Sowohl im gewerblichen Bereich als auch in den Freien Berufen sowie in der Land- und Forstwirtschaft wurden 2025 mehr selbstständige Tätigkeiten im Vollerwerb aufgenommen als in den Vorjahren. Insgesamt wagten rund 395.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Die aktuellen Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

In Deutschland wird wieder mehr gegründet
Meldung

©pitinan/123rf.com

21.04.2026

Nur jedes zweite Unternehmen evaluiert Technologieinvestitionen

Technologie kann die Leistungsfähigkeit von Unternehmen deutlich verbessern. Etwa durch effizientere Prozesse, schnellere Entscheidungen und neues Wachstum. 79 % berücksichtigen sie bereits bei der Bewertung ihrer Leistung. Gleichzeitig messen jedoch nur die Hälfte der Unternehmen systematisch, ob sich diese Investitionen auch wirtschaftlich auszahlen und welchen konkreten Beitrag sie zum Ergebnis leisten.  Das zeigt die Studie „Performance

Nur jedes zweite Unternehmen evaluiert Technologieinvestitionen
Meldung

©psdesign1/fotolia.com

21.04.2026

Industrie investiert verstärkt im Ausland

Die deutsche Industrie investiert immer öfter im Ausland. In diesem Jahr planen 43 % der Industriebetriebe Investitionen außerhalb von Deutschland – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 3 Prozentpunkte. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung zu den Auslandsinvestitionen unter 1.700 Industrieunternehmen aus der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Danach hat insbesondere das Motiv der Kosteneinsparung

Industrie investiert verstärkt im Ausland
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)