21.09.2026

Autoindustrie: Gewinne und Margen brechen ein

Sinkende Gewinne, hohe Kosten und schwache China-Verkäufe setzen Deutschlands Autohersteller zunehmend unter Druck.

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Die deutschen Autokonzerne geraten im internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Während der Umsatz der 19 größten Autohersteller weltweit im ersten Halbjahr 2026 um 3,6% auf den Rekordwert von 1,048 Billionen Euro stieg, sanken die Erlöse der deutschen Hersteller um 2,9% auf 284 Milliarden Euro. Das zeigt eine Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

Gewinne und Margen sinken

Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche bei der Profitabilität. Der operative Gewinn der deutschen Hersteller fiel um 19% auf 13 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank ihre EBIT-Marge von 5,5% auf 4,6%. Branchenweit stieg der operative Gewinn dagegen um 11,4% auf 43,7 Milliarden Euro.

Im Profitabilitätsranking liegt Suzuki mit einer Marge von 10,1% vorn, gefolgt von Kia mit 7,7% und Toyota mit 6,3%. BMW erreicht 5,8%, Mercedes-Benz 5,4% und Volkswagen 3,8%. EY-Autoexperte Constantin M. Gall sieht die deutschen Hersteller in einer „Profitabilitätskrise“. Hohe Lohn-, Energie- und Regulierungskosten belasteten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte.

China wird zum größten Risiko

Besonders problematisch entwickelt sich das China-Geschäft. Der Absatz deutscher Hersteller brach dort im ersten Halbjahr um 25% ein. Der Anteil Chinas am weltweiten Absatz sank binnen eines Jahres von 28,9% auf 23,5%. Im Jahr 2020 waren noch rund 40% der Fahrzeuge deutscher Hersteller in China verkauft worden. Gleichzeitig gewinnen chinesische Anbieter in Europa an Boden. Ihr Absatz stieg dort um 44%, BYD legte sogar um 168% zu.

Sparkurs dürfte anhalten

Weltweit verkauften die 19 untersuchten Konzerne 34,5 Millionen Fahrzeuge und damit 2,9% weniger als im Vorjahreszeitraum. Die deutschen Hersteller verzeichneten ein Minus von 6%.

EY erwartet daher weiteren Kostendruck. Stellenabbau, Produktionsverlagerungen und mögliche Werkverkäufe dürften die deutsche Autoindustrie weiter beschäftigen.

(EY vom 20.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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