24.10.2023

Banken zurückhaltender bei Krediten

Die Banken erhöhen nach und nach die Kreditzinsen und gehen zurückhaltender bei der Vergabe vor, zeigt eine aktuelle Umfrage des ifo-Instituts.

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Für Unternehmen wird es schwieriger, an neue Kredite zu kommen. 29,2 % jener Unternehmen, die gegenwärtig Verhandlungen führen, berichteten im September von Zurückhaltung bei den Banken. Im Juni waren es nur 21,3 %.

Grund für Anstieg bei der ifo Kredithürde

„Die Banken erhöhen nach und nach die Kreditzinsen und gehen zurückhaltender bei der Vergabe vor“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „In wirtschaftlich schwächeren Phasen müssen die Unternehmen auch mehr zur Kreditabsicherung beitragen“, fügt er hinzu. Der Anstieg bei der ifo Kredithürde war vor allem auf die Dienstleister (von 21,8 auf 31,5 %) und auf die Industrie (von 20,7 auf 27,7 %) zurückzuführen. Bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen sind es knapp 40 % der Unternehmen, die von Zurückhaltung bei den Banken berichten. Im Maschinenbau liegt der Anteil bei 31,6 %. Aufgrund der schwierigen Lage im Wohnungsbau sind die Banken auch bei Unternehmen aus dem Grundstücks- und Wohnungswesen vorsichtig (31 %). In der Veranstaltungsbranche liegt der Anteil bei rund 35 %.

Einzelhändler von restriktiver Kreditvergabe betroffen

Auch im Einzelhandel ist der Anteil von 20,5 auf 28,2 % gestiegen. Die wirtschaftliche Lage vieler Einzelhändler ist aufgrund der Kaufzurückhaltung weiterhin schwierig. Das spiegelt sich auch in den Kreditvergabebedingungen wider. Ähnliches gilt für das Baugewerbe, wo 29,4 % (nach 26,9 % im Juni) von einer restriktiven Kreditvergabe berichteten. Nur im Großhandel gab es einen Rückgang 22,6 auf 20,2 %.

(ifo Institut vom 23.10.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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