25.09.2018

Bankenrettung kostete 30 Milliarden

Beitrag mit Bild

©interstid/fotolia.com

Die Rettung privater Banken in Deutschland in der Finanzkrise hat rund 30 Milliarden Euro gekostet, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/die Grünen mitteilt.

Der nicht gedeckte Fehlbetrag der Finanzmarktstabilisierungsanstalt, die die Banken unterstützt hatte, belief sich am Ende des vergangenen Jahres auf 21 Milliarden Euro. Hinzugerechnet werden muss nach Angaben der Regierung der Fehlbetrag aus den Stützungsmaßnahmen für die Deutsche Industriebank (IKB) in Höhe von 9,3 Milliarden Euro. Das endgültige Ergebnis könne erst nach Beendigung aller Stabilisierungsmaßnahmen festgestellt werden. Die Maßnahmen zugunsten der Commerzbank, der Hypo Real Estate Holding und der früheren WestLB seien noch nicht beendet.

Zum Hintergrund

Die Finanzmarktkrise in Deutschland hat umfangreiche Rettungsmaßnahmen für Banken nötig gemacht. Neben den stark betroffenen öffentlichen Landesbanken mussten auch viele private Institute gestützt werden, zunächst ad hoc wie die IKB (Deutsche Industriebank), ab Oktober 2008 dann über den Finanzmarktstabilisierungsfonds, der über einen Handlungsrahmen von insgesamt 480 Mrd. Euro verfügte und die Rettungsmaßnahmen institutionalisierte. Einige der Rettungsmaßnahmen sind inzwischen zurückgeführt worden, wie z. B. die staatlichen Garantien. Manche der Kapitalmaßnahmen oder die Bad Banks bestehen aber bis heute weiter. Wie viel öffentliche und private Geldgeber die Stützungsmaßnahmen gekostet haben, ist bis heute nicht klar beziffert. Bei einigen der geretteten Institute kann man mit den heute öffentlich verfügbaren Informationen eine mehr oder weniger genaue Zahl nennen, bei anderen kann es sich auch aufgrund der noch ausstehenden Maßnahmen nur um eine Zwischenbilanz handeln.

(Dt. Bundestag, hib 19.09.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

29.07.2026

Geschäftserwartungen im Mittelstand steigen sprunghaft

Das Geschäftsklima in Deutschlands kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat sich im Juli spürbar verbessert. Der Geschäftsklimaindex steigt um 4 Zähler auf -17,3 Punkte. Treiber sind vor allem die besseren Geschäftserwartungen und die positive Entwicklung der Lageurteile. Auf dem aktuellen Niveau liegt das Geschäftsklima allerdings noch immer weit unter dem langfristigen Durchschnitt, zeigen die Ergebnisse

Geschäftserwartungen im Mittelstand steigen sprunghaft
Meldung

©pitinan/123rf.com

28.07.2026

E-Auto-Markt in der EU legt zweistellig zu

Der Trend zu steigenden Absätzen von Elektroautos in den fünf größten Automärkten Europas – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Vereinigtes Königreich – hält im zweiten Quartal 2026 an. Das zeigt der aktuelle „Electric Vehicle Sales Review“ (EVSR) von PwC Autofacts®, in dem die Neuzulassungszahlen in weltweit 43 ausgewählten Märkten ausgewertet werden. Alle EV-Antriebsarten (BEV, PHEV

E-Auto-Markt in der EU legt zweistellig zu
Meldung

thodonal/123rf.com

27.07.2026

Unsicherheit erreicht historischen Höchststand

Die wirtschaftliche Unsicherheit erreicht in deutschen Unternehmen ein außergewöhnliches Niveau. Laut einer internationalen CRIF-Umfrage sorgen sich 87 % der Befragten um ihre finanzielle Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Damit liegt Deutschland vor allen anderen untersuchten Ländern. 61 % der Unternehmen sprechen sogar von der unsichersten Phase ihrer bisherigen unternehmerischen Laufbahn. Steigende Kosten belasten die

Unsicherheit erreicht historischen Höchststand
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)