• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • BASF kauft Oberflächentechnik-Anbieter Chemetall für 3,2 Mrd. USD

19.06.2016

BASF kauft Oberflächentechnik-Anbieter Chemetall für 3,2 Mrd. USD

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die Serie von Milliarden-Geschäften in der Chemieindustrie hält an: Der weltweite Branchenführer BASF verstärkt mit einem Zukauf seine Sparte für Lacke. BASF hat eine Vereinbarung zum Erwerb des globalen Oberflächentechnik-Anbieters Chemetall von Albemarle unterzeichnet, wie BASF mitteilte. Der Kaufpreis beträgt 3,2 Mrd. USD. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der zuständigen Behörden und soll bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Für BASF ist es die größte Übernahme seit sechs Jahren: Damals hatte das Unternehmen 3,1 Mrd. € in den Spezialchemie-Anbieter Cognis investiert. Der Ludwigshafener Konzern gilt als sehr zurückhaltend, was Übernahmen betrifft. Dabei wird er wegen seiner schieren Größe oft als möglicher Käufer etwa für US-Rivalen gehandelt.

BASF stärkt mit der Übernahme seine Lacksparte

Chemetall ist ein weltweit führender Anbieter von Technologie und Innovation für die Behandlung von Metalloberflächen mit Hauptsitz in Frankfurt. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter weltweit und betreibt 21 Produktionsstandorte in mehr als 20 Ländern sowie zehn Forschungs- und Entwicklungsstandorte und 24 Verkaufsbüros. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2015 lag bei 845 Mio. USD.

Geschäft für Oberflächentechnik ergänzt Portfolio des Unternehmensbereichs Coatings

„Chemetall passt strategisch hervorragend zu unserem Coatings-Geschäft. Die Akquisition unterstreicht das Ziel von BASF, mit innovativen und lösungsorientierten Geschäften näher am Endkunden profitabel zu wachsen“, so Wayne T. Smith, Vorstandsmitglied der BASF SE, zuständig für den Unternehmensbereich Coatings.

Chemetall entwickelt und produziert maßgeschneiderte Technologie- und Systemlösungen für die Oberflächentechnik. Die Produkte des Unternehmens schützen Metalle vor Korrosion und erleichtern das Verformen und Bearbeiten von Metallen. Sie bereiten Oberflächen auf den Lackierprozess vor, um die Haftung von Lacken sicherzustellen. Diese Chemikalien finden Anwendung in vielen Branchen und Märkten, insbesondere in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie in der metallverarbeitenden Industrie.

Mit Chemetall will BASF näher an die Endkunden heranrücken

Die Frankfurter Spezialchemiefirma Chemetall kam 2015 mit der Übernahme des US-Chemiekonzerns Rockwood zu Albemarle. Rockwood hatte die Chemetall-Gruppe 2004 übernommen. 2012 wurde sie in zwei rechtlich voneinander unabhängige Gesellschaften aufgeteilt. Unter dem Namen Chemetall firmierte seitdem das Oberflächentechnik-Geschäft. Die frühere Metallgesellschaft ist die Keimzelle der heutigen Chemetall.

Der Unternehmensbereich Coatings von BASF verfüge über eine globale Expertise in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung innovativer Fahrzeug-, Autoreparatur- und Industrielacke sowie Bautenanstrichmittel mit Teams in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien-Pazifik und erzielte im Jahr 2015 weltweit einen Umsatz von rund 3,2 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Übernahme finden Sie hier.

(Pressemitteilung BASF vom 17.06.2016)

 


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©peshkova/123rf.com

02.11.2026

CFO-Survey: Hohe Erwartungen an KI, aber wenig Kostentransparenz

Während viele Unternehmen in Deutschland KI inzwischen über Pilotprojekte hinaus einsetzen, gelingt der Sprung zur grundlegenden Transformation und umfassender KI-Nutzung bislang nur wenigen. Ein wesentlicher Grund: Es fehlt häufig an Transparenz bei Nutzen und Kosten. Das ergab der aktuelle CFO-Survey von Deloitte, für den zwischen dem 10.09.-02.10.2026 mehr als 120 Finanzvorstände deutscher Großunternehmen befragt wurden.

CFO-Survey: Hohe Erwartungen an KI, aber wenig Kostentransparenz
Meldung

© Sergey Nivens/fotolia.com

29.10.2026

Konjunktur zieht an, private Investitionen bleiben schwach

Die deutsche Wirtschaft zeigt zum Jahresende 2026 wieder Wachstumssignale. Das aktuelle Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) steigt deutlich über die neutrale 100-Punkte-Marke. Doch der Aufschwung bleibt fragil: Während Industrie und staatliche Investitionen die Konjunktur stützen, halten sich private Unternehmen weiterhin mit Investitionen zurück. Hohe Energiepreise und ungünstigere Finanzierungsbedingungen erschweren die Planung. Industrie

Konjunktur zieht an, private Investitionen bleiben schwach
Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

28.10.2026

Kritische Rohstoffe werden zum Finanzierungsrisiko

Engpässe bei kritischen Rohstoffen bedrohen zunehmend die Industrieproduktion. Laut Boston Consulting Group (BCG) unterschätzen viele Unternehmen ihre Abhängigkeiten und verpassen zugleich Chancen auf staatliche Finanzierungshilfen. Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich Nach Berechnungen der BCG könnte die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden, Lithium, Kupfer und Graphit bis 2040 bei 120 bis 250 % des

Kritische Rohstoffe werden zum Finanzierungsrisiko
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)