04.08.2026

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck

Makroökonomische Unsicherheit, hohe Zinsen und schwache Exitmöglichkeiten belasten Private Equity und Venture Capital Ivvestitionen.

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Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter eingetrübt. Sowohl Private-Equity- als auch Venture-Capital-Investoren bewerten ihre Geschäftslage deutlich schlechter. Hauptbelastungen sind die hohe makroökonomische Unsicherheit, gestiegene Zinsen und schwierige Exitbedingungen.

Private Equity: Investitionsbereitschaft steigt

Der Geschäftsklimaindikator im Private-Equity-Segment sank um 17,4 Zähler auf -32,2 Punkte. Die aktuelle Lage wurde mit -27,8 Punkten bewertet, die Erwartungen für die kommenden sechs Monate fielen auf -36,6 Punkte.

Hohe und volatile Energiepreise, Inflationsdruck und die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank belasteten das Umfeld. Besonders negativ bewerteten die Investoren die Konjunktur, die Finanzierung von Übernahmen und das Fundraising. Auch die Aussichten für Unternehmensverkäufe verschlechterten sich.

Gleichzeitig gibt es positive Signale: Die Investitionsbereitschaft stieg auf 23,3 Punkte und liegt damit knapp unter ihrem bisherigen Höchstwert. Auch die Einschätzung der Einstiegsbewertungen bleibt trotz eines Rückgangs positiv.

Venture Capital: Exitmöglichkeiten brechen ein

Auf dem Venture-Capital-Markt fiel der Geschäftsklimaindikator um 10,2 Zähler auf -35,8 Punkte. Vor allem die aktuelle Lage verschlechterte sich deutlich auf -41,2 Punkte. Für die kommenden sechs Monate erwarten die Investoren kaum eine Erholung.

Das Exitklima sank auf ein Drei-Jahres-Tief. Trade-Sales und Verkäufe von Beteiligungen an andere Investoren wurden besonders schlecht bewertet. Lediglich bei Börsengängen nahm die Zuversicht leicht zu.

Das Klima für Neuinvestitionen verbesserte sich zwar auf -12,0 Punkte, blieb aber negativ. Die Qualität, Quantität und Innovationskraft der verfügbaren Beteiligungsmöglichkeiten werden weiterhin überdurchschnittlich beurteilt. Steigende Unternehmensbewertungen könnten neue Investitionen jedoch erschweren.

(KfW Research vom 03.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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