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26.10.2018

Beteiligungskapitalmarkt lässt weiteres investitionsstarkes Jahr erwarten

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„Im ersten Halbjahr 2018 investierten Beteiligungsgesellschaften in Deutschland insgesamt 5,3 Mrd. €. Nach dem Rekordjahr 2017 erwartet uns 2018 damit ein weiteres, investitionsstarkes Jahr im deutschen Private Equity-Markt“, so Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zu den  vorläufigen Marktzahlen.

„Zu dem erfreulichen Investitionsergebnis haben alle Marktsegmente, also Venture Capital, Minderheitsbeteiligungen und Buy-Outs maßgeblich beigetragen.“ Knapp 600 Unternehmen erhielten in den ersten sechs Monaten des Jahres Beteiligungskapital.

Aufwärtstrend bei Venture Capital hält an

In den Jahren 2016 und 2017 wurden 1,07 Mrd. € und 1,14 Mrd. € Venture Capital durch Beteiligungsgesellschaften in Deutschland investiert, die höchsten Volumina seit 2008. Mit bisher 660 Mio. € ist das laufende Jahr auf dem besten Weg, dieses Niveau zu übertreffen. Zum Vergleich: In den beiden Halbjahren von 2017 wurden 493 Mio. € bzw. 646 Mio. € investiert. „Seit Mitte 2013 sehen wir nicht nur einen kontinuierlichen Anstieg der halbjährlichen Venture Capital-Investitionen, sondern dabei auch eine Verdoppelung auf das aktuelle Niveau“, erläutert Hinrichs. „Der deutsche Venture Capital-Markt zeigt sich aktuell recht dynamisch. Eine gute Nachricht für die deutsche Gründerszene, denn derzeit gehen wir davon aus, die Vorjahresinvestitionen übertreffen zu können. Aber im internationalen Vergleich besteht weiterhin Aufholbedarf.“

Buy-Outs unter Vorjahresniveau

Die Buy-Out-Investitionen konnten zwar mit 3,6 Mrd. € das Niveau der beiden Halbjahre 2017 (H1: 4,7 Mrd. €, H2: 3,9 Mrd. €) nicht erreichen. „Dies kam aber wenig überraschend, denn beiden Halbjahre waren außergewöhnlich investitionsstark“, so Hinrichs weiter. Es wurden auch wieder einige sehr große Transaktionen angekündigt bzw. abgeschlossen. Zu nennen sind hier zum Beispiel die Übernahmen von Techem, SUSE oder der HSH Nordbank. Insgesamt 75 Buy-Outs wurden in den ersten sechs Monaten gezählt und damit mehr als im Vorjahreshalbjahr (65) und nur leicht weniger als in der zweiten Jahreshälfte 2017 (85). „Insgesamt sehen wir in diesem Jahr weniger große Übernahmen als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres und es bleibt abzuwarten, was bis zum Jahresende noch kommen wird. Anhaltend rege ist aber das Geschäft bei den kleinen und mittelgroßen Transaktionen.“

(Pressemitteilung BVK vom 22.10.2018)


Redaktion

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