• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • BilRUG: Wesentliche Änderungen und Hinweise zur praktischen Umsetzung

30.07.2015

BilRUG: Wesentliche Änderungen und Hinweise zur praktischen Umsetzung

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Mit dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz hat Deutschland fristgerecht die EU-Bilanzrichtlinie 2013/34/EU in nationales Recht umgesetzt. Das BilRUG ist eine behutsame Fortschreibung des deutschen Bilanzrechts, dennoch werden Unternehmen und Berater mit einer Vielzahl an einzelnen Änderungen konfrontiert.

Im Zentrum der Änderung des deutschen Bilanzrechts durch das BilRUG steht die Änderung der Legaldefinition des Begriffs der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB). Sie führt zu einer erheblichen Ausweitung des Inhalts der Umsatzerlöse, einer der bedeutsamsten Kennzahlen, mit zahlreichen (außer-)bilanziellen Ausstrahlungswirkungen. Die Besorgnis, die der Rechtsausschuss in seiner Beschlussempfehlung zur Ausweitung des Begriffs der Umsatzerlöse äußert, ist nicht von der Hand zu weisen.

Neuland in der Konzernrechnungslegung

Dagegen hat der Rechtsausschuss die beiden anderen im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens umstrittensten Änderungen, die Einführung einer Einstandspflicht in § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB und einer Ausschüttungssperre in § 272 Abs. 5 HGB, durch seine Deutung erheblich „entschärft“: So soll auch künftig eine Verlustübernahme ausreichend sein, um der Einstandspflicht zu genügen. Die neue Ausschüttungssperre ist im deutschen Bilanzrecht ohne Anwendungsbereich. Neuland betritt die Praxis der Konzernrechnungslegung in Deutschland mit der Pflicht zur (retrospektiven) Berücksichtigung latenter Steuern bei der Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen.

Der Fachbeitrag zum Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz von WP/StB Prof. Dr. Peter Oser, WP/StB Dr. Christian Orth und WP/StB Dr. Holger Wirtz veranschaulicht die wesentlichen Neuregelungen des BilRUG und gibt Hinweise zu ihrer praktischen Umsetzung.

Den Beitrag finden Sie in DER BETRIEB Heft Nr. 31, S. 1729 ff. oder online unter Dokumentennummer DB0862413.

(DER BETRIEB / Viola C. Didier)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© alexlmx/fotolia.com

16.09.2026

Was Private-Equity-Wertschöpfung wirklich entscheidet

Private-Equity-Investoren können sich immer weniger auf Multiple-Expansion verlassen. Längere Haltedauern und schwierigere Exit-Märkte erhöhen den Druck, Wert operativ zu schaffen. Die Studie „Winning the Value Creation Game“ von Radial, Keyplayer und dem Centre for Performance Management & Controlling der Frankfurt School zeigt, welche Hebel dabei entscheidend sind. Management als wichtigster Werttreiber Mehr als 100 Gespräche

Was Private-Equity-Wertschöpfung wirklich entscheidet
Meldung

© Creativa Images/fotolia.com

16.09.2026

Deutsche Unternehmen finanzieren China-Investitionen zunehmend aus Gewinnen vor Ort

Deutsche Unternehmen investieren weiter in China und finanzieren den Ausbau immer mehr aus eigenen Gewinnen vor Ort. Sie haben im ersten Halbjahr 2026 rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in China investiert. Das zeigt eine IW-Auswertung auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. Der Betrag lag rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum. Im längerfristigen Vergleich bewegt

Deutsche Unternehmen finanzieren China-Investitionen zunehmend aus Gewinnen vor Ort
Meldung

peshkova/123rf.com

15.09.2026

KI hat Einfluss auf die Unternehmensrendite

Künstliche Intelligenz (KI) steht im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion um die digitale Transformation. Doch profitieren Unternehmen tatsächlich vom KI-Einsatz? Tatsächlich geht der KI-Einsatz im deutschen Mittelstand mit höherem Wachstum, besserer Rendite und steigender Produktivität einher. Das zeigt eine Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels. Allerdings profitieren nicht alle Unternehmen im gleichen Maß. KI-Nutzer

KI hat Einfluss auf die Unternehmensrendite
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)