• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Börse Stuttgart entwickelt Finanzierungsmethode für industrielle Investitionsgüter auf Blockchain-Basis

24.08.2020

Börse Stuttgart entwickelt Finanzierungsmethode für industrielle Investitionsgüter auf Blockchain-Basis

Autokonzerne auf der Überholspur

© iconimage/fotolia.com

Die Börse Stuttgart hat in einem gemeinsamen Grundlagenprojekt mit dem Bosch-Forschungsteam „Economy of Things“, Daimler Mobility und dem Technologiepartner 51nodes eine flexible Finanzierungsmethode für industrielle Investitionsgüter auf Basis der Blockchain entwickelt. Neben der technischen Machbarkeit umfasste das seit Mai 2019 laufende Projekt auch rechtliche und regulatorische Aspekte.

Mit der neuen Methode können einerseits Investoren über digitale Token in industrielle Investitionsgüter wie Maschinen, Fahrzeugflotten oder Energieinfrastruktur investieren. Andererseits hat der Emittent der Token den Vorteil, seine Finanzierungskosten nach einem Pay-per-Use-Modell an die tatsächliche Nutzung der finanzierten Güter zu koppeln. Die Bereitstellung von relevanten Nutzungsdaten schafft dabei Transparenz und bildet die Grundlage für variable Auszahlungen an die Investoren. Als technische Basis wurde in dem Projekt die Ethereum-Blockchain gewählt. Ein Verfahren zur Anbindung der Nutzungsdaten an den Token haben die Projektpartner zum Patent angemeldet.

Ökosystem für die Emission, den Handel und die Verwahrung von digitalen Assets

Das Projekt zeigt, welche neuartigen Investments durch Blockchain-basierte Token für Anleger im Industriebereich möglich werden, erklärt die Börse Stuttgart in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig würden Unternehmen mehr Gestaltungsspielraum für die Finanzierung von Investitionsgütern erhalten. Mit Blick auf diesen und weitere neu entstehende Märkte will die Börse Stuttgart ein durchgehendes Ökosystem für die Emission, den Handel und die Verwahrung von digitalen Assets schaffen. Die Projektpartner gehen aktuell davon aus, dass Blockchain-basierte Ansätze die Finanzierung und den Betrieb von Industriemaschinen flexibilisieren und dadurch deutlich attraktiver machen.

Zeitnah erste Platzierungen am Markt erwartet

Mit Hilfe sog. Security Token bietet Daimler Mobility neue Angebote z.B. im Bereich der Elektromobilität zur Finanzierung von Ladeinfrastruktur oder Flotten an. Die Tatsache, dass notwendige Mechanismen im Design der Software bereits vorgesehen sind und vollautomatisch ablaufen, verspricht laut der Projektpartner hohe Effizienzgewinne, bessere Skalierung und damit eine gesteigerte Kosteneffizienz bei der Finanzierung von Infrastruktur und Flotten. Die Initiatoren des Projekts erwarten deshalb zeitnah erste Platzierungen am Markt.

Großer Schritt in Richtung digitale Finanzwirtschaft der Zukunft

Bei der neuen Finanzierungsmethode verbinden die Macher industrielle Investitionsgüter über eine Internet-of-Things-Anbindung mit Smart Contracts und der Blockchain. Durch die gute, interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner will man einen großen Schritt in Richtung digitale Finanzwirtschaft der Zukunft machen.

(Pressemitteilung Börse Stuttgart vom 24.08.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Trend, Prognose, Aufschwung
Meldung

©alphaspirit/123rf.com

28.05.2024

KfW-Research: Deutsche Wirtschaft wächst wieder

Im ersten Quartal 2024 hat die Wirtschaftsleistung wieder leicht zugenommen, nachdem sie am Ende von 2023 geschrumpft ist und im Gesamtjahr praktisch stagniert hat. Die bisher verfügbaren Frühindikatoren deuten für das zweite Quartal 2024 ebenfalls auf ein leichtes Wachstum hin und in der zweiten Jahreshälfte dürfte der Aufschwung an Breite gewinnen. Insgesamt erwartet KfW Research

KfW-Research: Deutsche Wirtschaft wächst wieder
Startup on Display of Vending Machine.
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

28.05.2024

Startups: Zwischen Hoffen und Bangen

Steigende Zinsen, Nullwachstum und globale Krisen: Die schwierige Konjunktur geht auch an den deutschen Startups nicht spurlos vorbei. Aktuell befürchtet aufgrund der konjunkturellen Entwicklung rund jedes zehnte Startup (11 %) eine Insolvenz in den kommenden zwölf Monaten. Fast die Hälfte (45 %) sagt, in den vergangenen zwei Jahren habe sich die Situation allgemein für Startups in Deutschland

Startups: Zwischen Hoffen und Bangen
Frankfurter Bankenviertel mit Untermainbrcke
Meldung

© mojolo/fotolia.com

27.05.2024

Banken rechnen mit weiterer Konsolidierung

Banken in Deutschland sind wenig optimistisch mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung: 47 % der Geldhäuser erwarten eine Verschlechterung der Wirtschaftslage in diesem Jahr, 9 % sogar eine starke Eintrübung. Nur 30 % rechnen aktuell mit einer Verbesserung in den kommenden 12 Monaten. In keiner der früheren EY-Befragungen war der Anteil derer, die mit einer starken Verschlechterung rechnen,

Banken rechnen mit weiterer Konsolidierung
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank