07.08.2018

Börse Stuttgart schafft eigene ICO-Plattform

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die Gruppe Börse Stuttgart hat den Aufbau einer Plattform zur Durchführung von Initial-Coin-Offerings angekündigt. Auch will die zweitgrößte Börse Deutschlands einen digitalen Handelsplatz für Kryptowährungen aufbauen. Der Stuttgarter Börsenbetreiber will dadurch eine durchgehende Infrastruktur für digitale Assets schaffen. Nach dem Start eines regulierten, multilateralen Handelsplatzes für Kryptowährungen Bison sollen zeitnah eine Plattform für Initial Coin Offerings (ICOs)  sowie Lösungen für die sichere Verwahrung entstehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit will die Gruppe Börse Stuttgart ihre Digitalisierungsstrategie weiter vorantreiben.

Mit Bison wird am zweitgrößten Handelsplatz in Deutschland bereits eine Handelsmöglichkeit entwickelt, die den Marktzugang erleichtert und den gebührenfreien, unkomplizierten und sicheren Handel mit Kryptowährungen ermöglicht. Im Herbst 2018 soll die Kryptohandels-App an den Start gehen. Bison richtet sich an Privatanleger und soll einen möglichst einfachen Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen bieten.

Multilateraler Handelsplatz für Kryptowährungen

Parallel baut die Gruppe Börse Stuttgart einen multilateralen und regulierten Handelsplatz für Kryptowährungen auf. Auf dem Handelsplatz sollen über die neue ICO-Plattform ausgegebene Tokens im Sekundärmarkt gehandelt werden. Dies sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ICOs, so der Börsenbetreiber. Gleichzeitig will man so den Bedarf privater wie institutioneller Anleger nach einem regulierten und vertrauenswürdigen Umfeld für den Handel mit Kryptowährungen decken. Die ICO-Plattform soll die Ausgabe digitaler Tokens erlauben, etwa zur Unternehmensfinanzierung oder zur Abbildung von Rechten und Vermögenswerten. Dabei soll die Plattform die Möglichkeit bieten, ICOs mit standardisierten und transparenten Abläufen durchzuführen. Daneben können laut der Börse Stuttgart dann auch etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum gehandelt werden. Bei der Ausgestaltung der strategischen Vorhaben wurde nach eigenen Angaben eng mit den Gremien und insbesondere den Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet. Komplettiert werden soll die Infrastruktur der Gruppe Börse Stuttgart für digitale Vermögenswerte durch Lösungen für die sichere Verwahrung. Diese Services werden differenzierte Sicherheitskonzepte für digitale Assets umfassen und sollen bereits zum Start von Bison verfügbar sein. Die Verwahrung kann später entlang der gesamten Wertschöpfungskette genutzt werden.

(Pressemitteilung Gruppe Börse Stuttgart vom 02.08.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

irrmago/123rf.com

18.02.2026

Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau in der deutschen Industrie

Der Stellenabbau in der deutschen Industrie hält an: Im Lauf des Jahres 2025 sank die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen in Deutschland um 124.100 bzw. 2,3 %. Damit setzte sich der Negativtrend des Vorjahres fort, als bereits 56.000 Jobs gestrichen wurden. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sank die Zahl der Industriejobs in Deutschland um 266.200 – ein

Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau in der deutschen Industrie
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

17.02.2026

Wachstumsmotor Hightech

Ein Hightech-Potenzial von rund 1,7 Billionen Euro bietet deutschen Unternehmen die Chance, im internationalen Technologiewettbewerb entscheidend aufzuholen. In zentralen Schlüsseltechnologien liegen die Voraussetzungen, um Wertschöpfung zu skalieren und industrielle Stärke in zukünftigen Leitmärkten auszubauen – während andere Nationen wie die USA und China diese Hebel bereits systematisch nutzen und damit den Handlungsdruck für Deutschland erhöhen.

Wachstumsmotor Hightech
Meldung

©JulienEichinger/fotolia.com

17.02.2026

Deutsche Unternehmen blicken optimistisch gen Osten

Mittel- und Osteuropa gewinnt für deutsche Unternehmen in deren globalen Strategien weiter an Gewicht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von KPMG und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, für die 115 Unternehmen hinsichtlich ihrer Geschäftserwartungen in der Region befragt wurden. 63 % der Firmen erwarten demnach, dass die Länder Mittel- und Osteuropas in den kommenden fünf Jahren

Deutsche Unternehmen blicken optimistisch gen Osten
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)