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11.03.2020

Boom bei Healthtech-M&A durch künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen

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© adiruch na chiangmai/fotolia.com

Der Boom bei Healthtech-M&A ist zurück. Die Nachfrage nach Lösungen, die den aktuellen Problemen der Medizin mit künstlicher Intelligenz (KI) begegnen, nimmt rapide zu. Der aktuelle Healthtech-M&A-Marktreport des Technologieberaters Hampleton Partners zeigt, dass sich die Zahl der KI-bezogenen Healthtech-Transaktionen seit der zweiten Jahreshälfte 2017 alle sechs Monate verdoppelt hat – Ende 2019 waren es bereits 10% aller Transaktionen.

Laut der Analyse hat sich das Gesamtvolumen der Healthtech-Transaktionen nach einem deutlichen Rückgang im zweiten Halbjahr 2016 und ersten Halbjahr 2017 wieder signifikant erhöht. Die Volumina stiegen im zweiten Halbjahr 2019 um 14% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 und um 27% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Mehrzahl der kürzlich offen gelegten Healthtech-Transaktionen zielte laut der Studie auf die Prozesseffizienz ab. Es wurden dabei in erster Linie der wachsende Kostendruck und die Ineffizienz in der gesamten Gesundheitsbranche ins Visier genommen, aber auch ganz neue Herausforderungen stehen im Mittelpunkt.

Neue Herausforderungen stehen im Mittelpunkt

Die enormen Fortschritte in der Gesundheitstechnologie erzeugen Exabyte von Daten, die analysiert, gespeichert und gesichert werden müssen, erklärten die Studienautoren. Dies rücke KI-Unternehmen und Unternehmen des maschinellen Lernens ins Rampenlicht. Sie könnten diesen riesigen Datenpool durchkämmen, um das herauszufiltern, was für die Bereitstellung von maßgeschneiderten Therapien, der Entdeckung von neuen Medikamenten und der Bereitstellung von Pflegeleistungen erforderlich sei. Die Zahl der KI-Targets steigt exponentiell an, auch weil die Pioniere und Vorreiter auf diesem Gebiet ausgereifter und verkaufsreifer werden, stellt die Analyse fest.

Aktive Käufer und größte veröffentlichte Deals

Philips behauptet seine Position als der aktivste Käufer in den letzten 30 Monaten mit sechs Transaktionen (einschließlich Carestream Health, Blue Willow Systems und Vital Health), gefolgt von TabulaRasa Healthcare mit fünf Transaktionen (einschließlich PrescribeWellness, DoseMe und Cognify).

Waystar, ein Anbieter von Revenue Cycle Technologie, ist einer der aktivsten Käufer, der seine Akquisitionsstrategie auf die KI konzentriert und im zweiten Halbjahr 2019 Digitalize.AI, PARO und Recondo Technology übernommen hat.

Im gleichen Zeitraum erwarben die schwedische Private Equity-Firma EQT und das Canadian Pension Plan Investment Board (CPPIB) eine nicht offengelegte Mehrheitsbeteiligung an Waystar – diese neue Organisation wird mit 2,7 Mrd. USD bewertet. Der frühere Eigentümer Bain Capital behielt nach der Transaktion eine Minderheitsbeteiligung.

Weitere von der KI-getriebene Transaktionen umfassen die Übernahme von Parabricks durch Nvidea, den Kauf von Clear Genetics durch Invitae im Wert von 50 Mio. USD, die Übernahme von Oncolmmunity durch NEC und die Übernahme von Vitreos Health durch HMS.

Wichtige Deals im zweiten Halbjahr 2019 waren die Übernahme von Care.com durch InterActiveCorp für 500 Mio. USD, der Erwerb von Crossix Solutions durch Veeva Systems für 430 Mio. USD und die Akquisition von Crossix Solutions durch die Stryker Corporation für 370 Mio. USD.

Healthtech M&A 2020

Die Experten von Hampleton gehen davon aus, dass die starke Stellung der KI im Healthtech-Sektor bedingt durch den zunehmenden Kostendruck auch im Jahr 2020 und darüber hinaus anhalten wird. Angesichts des Drucks auf die Gesundheitssysteme weltweit durch ständig steigende Kosten, eine alternde Bevölkerung, Lifestyle-Krankheiten und steigende Erwartungen der Patienten, müssten sich die Anbieter von Gesundheitsdiensten auf neue Technologien stützen, wenn sie die künftigen Gesundheitsdienste aufrechterhalten und verbessern wollen. Das wiederum treibt einen sehr aktiven M&A-Markt im Gesundheitswesen an, so der Ausblick der Studienautoren für das Jahr 2020.

Den Healthtech-M&A-Report für das 1. Halbjahr 2020 können Sie hier kostenlos herunterladen.

(Pressemitteilung Hampleton Partners vom 05.03.2020)


Redaktion

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