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18.11.2016

Buy & Build-Aktivität im ersten Halbjahr 2016 auf höchstem Stand seit 2008

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Die Buy & Build-Aktivitäten in Europa haben im ersten Halbjahr 2016 ihr höchstes Niveau seit 2008 erreicht. Die meisten Deals fanden in Großbritannien und Irland statt.

Die Buy & Build-Aktivitäten in Europa haben im ersten Halbjahr 2016 ihr höchstes Niveau seit 2008 erreicht. Die meisten Deals fanden in Großbritannien und Irland statt.

Dies zeigt der aktuelle European Buy & Build Monitor des Private-Equity-Unternehmens Silverfleet Capital. Der Buy & Build Monitor misst die weltweiten Add-on-Aktivitäten der in Europa ansässigen und Private-Equity-finanzierten Unternehmen; für die erste Jahreshälfte 2016 identifiziert er vorläufig 325 Add-ons im Vergleich zu 204 beziehungsweise 250 im ersten und zweiten Halbjahr 2015. Die deutschsprachige Region, weiterhin auf Platz vier, verzeichnete dabei mit 25 Deals ein Add-on weniger als im vorhergehenden Zeitraum. Der durchschnittliche Wert der Add-ons lag bei allen veröffentlichten Transaktionen in den ersten sechs Monaten 2016 bei 53 Millionen britischen Pfund (69 Millionen Euro) – nach 45 Millionen britischen Pfund im vorangegangenen Halbjahr.

Traditionell korrelieren die Volumen der Add-on-Deals von PE-unterstützten Unternehmen mit den Buy-outs und folgen der Entwicklung im mittelständischen M&A-Index. Wie der aktuelle Report allerdings zeigt, haben die Add-ons den Buy-out-Markt mittlerweile überflügelt – dieser ist in der ersten Jahreshälfte weitgehend auf gleichem Niveau geblieben. Die beiden größten Add-on-Akquisitionen in diesem Zeitraum fanden im Finanzdienstleistungssektor statt: Tilney Bestinvest, unterstützt von Permira, erwarb das Unternehmen Towry für 600 Millionen britische Pfund (750 Millionen Euro); mit Hilfe von Nordic Capital kaufte die norwegische Lindorff für 246 Millionen Pfund (313 Millionen Euro) Aktua von Centerbridge und stieg damit in den Non-Performing-Loan-Markt in Spanien ein.

Geografische Trends

Die aktivste Region des ersten Halbjahres war Großbritannien und Irland mit 57 Transaktionen – zeitlich vor dem Brexit-Votum. Die größte Steigerung hatte Skandinavien zu verzeichnen, wo 53 Add-ons gegenüber 28 im vorangegangenen Halbjahr stattfanden. Schweden bildete hierbei mit 25 Deals die Spitze, gefolgt von Dänemark mit 14, Finnland mit acht und Norwegen mit sechs Deals. Von 20 im ersten Halbjahr 2015 beziehungsweise 31 im gesamten Vorjahr fiel die Region Spanien und Portugal auf nur sieben Add-ons ab – der regional schwerste Einbruch. Außerhalb Europas blieb Nordamerika das beliebteste Ziel für Add-ons – mit 22 lag die Anzahl mehr als doppelt so hoch wie in der Region Asien-Pazifik mit zehn Deals. Obwohl Brasilien als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas gilt und diesjähriger Ausrichter der Olympischen Spiele ist, fand dort  – vermutlich aufgrund der aktuellen politischen und ökonomischen Probleme – nur eine Transaktion der insgesamt fünf regionalen Add-ons statt.

Wertsteigerung durch Buy & Build

Gemeinsam mit einem Team der INSEAD Business School hat Silverfleet den Beitrag von Add-ons zu Wachstum und Investmentrendite untersucht. Das Forschungsergebnis legt nahe, dass einerseits die Multiple-Arbitrage3 oftmals für die Add-ons stärker ausfällt als für die Plattformunternehmen, es aber andererseits weniger stark ins Gewicht fällt als das Potenzial des Add-ons für  EBITDA-Wachstum. Abschläge in Bezug auf das Eingangs-Multiple eines Add-ons sollten deshalb generell keine alleinige Berechnungsbasis bilden.

Neil MacDougall, Managing Partner von Silverfleet Capital, kommentiert die Ergebnisse: „In den ersten sechs Monate des laufenden Jahres sind sowohl die Anzahl wie auch die durchschnittliche Dealgröße im Buy & Build-Markt stetig gewachsen. Angesichts eines immer teureren, aber nicht wachsenden Buy-out-Markts liegt es auf der Hand, dass Private Equity-Unternehmen ihre Portfoliofirmen zu Add-on-Akquisitionen ermutigen – so können hohe Einstiegspreise im Mittel heruntergefahren sowie EBITDA-Steigerungen und Anlageerlöse leichter erzielt werden. Der Entwicklung hat sicher auch in die Hand gespielt, dass sich der Kreditmarkt im Beobachtungszeitraum außerordentlich günstig dargestellt hat. Was Großbritannien betrifft, sind wir gespannt, welche Auswirkungen das Brexit-Votum im zweiten Halbjahr auf den Deal-Flow haben wird.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung Silverfleet Capital vom 17.11.2016)


Redaktion

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