• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Corona bremst Deals aus – doch Private Equity-Gesellschaften schauen nach vorne

30.03.2020

Corona bremst Deals aus – doch Private Equity-Gesellschaften schauen nach vorne

Beitrag mit Bild

© stanciuc/fotolia.com

Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben in Europa weitgehend zum Stillstand gebracht und lähmt die Wirtschaft. Das Virus holt auch die erfolgsverwöhnte Private Equity-Branche ein. Die Hälfte aller befragten Private Equity-Gesellschaften in der DACH-Region zeigen sich krisenresistent und wollen weiter investieren obwohl sie mehrheitlich mit einem Konjunktureinbruch rechnen. So rechnet auch zwei Drittel der Private Equity-Fonds nur mit einem kurzfristigen Rückgang. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der von Proventis Partners gemeinsam mit dem Institut for Mergers, Acquisitions and Alliances (IMAA) unter Leitung von Prof. Christopher Kummer in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführten Private Equity-Blitzumfrage mit dem Titel „Private Equity-Reaktionen auf SARS-CoV-2“.

Laut den befragten Private Equity-Investoren zählen zu den am härtesten betroffenen Branchen der Fahrzeugbau und -zubehör, Maschinen- und Anlagenbau, Transport, Logistik und Touristik sowie Textil und Bekleidung. Die Branchen, die am meisten von der Corona-Pandemie profitieren, sind nach Ansicht der befragten Private Equity-Unternehmen die Pharmaindustrie, die Bereiche Nahrungs- und Genussmittel, Telekommunikation sowie Handel und E-Commerce.

Private Equity kann Wertbeitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft leisten

Private Equity-Investoren verfügen über tiefe Taschen und einen langen Atem. Allein in 2019 wurden in Deutschland laut der Studienautoren über 5 Mrd. € frisches Kapital von Fonds eingeworben, knapp 100 Mrd. € in Gesamteuropa. Dazu kommen noch die Mittel einer Vielzahl von Family Offices. Das weltweite Dry Powder von Private Equity-Fonds betrage über 2 Trillionen USD. Damit könnten umsichtige, langfristig denkende Private Equity-Investoren einen wesentlichen Wertbeitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft in dieser Lage leisten. Umso erfreulicher sei es, dass über die Hälfte unserer befragten Fonds weiterhin aktiv investieren wollen und damit sofort verfügbarer Impfstoff gegen ökonomische Kriseninfektionen sind.

Krise bietet auch Chancen beim Dealflow

Den Studienautoren zufolge zeigten die Ergebnisse auch, wie unterschiedlich die Fonds mit der momentanen Ausgangslage umgehen. Für einzelne Fonds werde es sicherlich gute Chance beim Dealflow geben. Darüber hinaus dürfte sich die Gelegenheit bieten, auch einmal wieder die nützliche Rolle von Private Equity in der breiteren Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen, so das Fazit der Autoren.

Die Umfrage „Private Equity-Reaktionen auf SARSCoV-2“ finden Sie hier.

(Pressemitteilung Proventis Partners vom 27.03.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

22.04.2026

In Deutschland wird wieder mehr gegründet

Die Gründungslandschaft in Deutschland kommt wieder in Bewegung: Sowohl im gewerblichen Bereich als auch in den Freien Berufen sowie in der Land- und Forstwirtschaft wurden 2025 mehr selbstständige Tätigkeiten im Vollerwerb aufgenommen als in den Vorjahren. Insgesamt wagten rund 395.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Die aktuellen Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

In Deutschland wird wieder mehr gegründet
Meldung

©pitinan/123rf.com

21.04.2026

Nur jedes zweite Unternehmen evaluiert Technologieinvestitionen

Technologie kann die Leistungsfähigkeit von Unternehmen deutlich verbessern. Etwa durch effizientere Prozesse, schnellere Entscheidungen und neues Wachstum. 79 % berücksichtigen sie bereits bei der Bewertung ihrer Leistung. Gleichzeitig messen jedoch nur die Hälfte der Unternehmen systematisch, ob sich diese Investitionen auch wirtschaftlich auszahlen und welchen konkreten Beitrag sie zum Ergebnis leisten.  Das zeigt die Studie „Performance

Nur jedes zweite Unternehmen evaluiert Technologieinvestitionen
Meldung

©psdesign1/fotolia.com

21.04.2026

Industrie investiert verstärkt im Ausland

Die deutsche Industrie investiert immer öfter im Ausland. In diesem Jahr planen 43 % der Industriebetriebe Investitionen außerhalb von Deutschland – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 3 Prozentpunkte. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung zu den Auslandsinvestitionen unter 1.700 Industrieunternehmen aus der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Danach hat insbesondere das Motiv der Kosteneinsparung

Industrie investiert verstärkt im Ausland
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)