• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • CxO Priorities-Studie: 90% der Topführungskräfte sehen Cyber Security als aktuelle Kernherausforderung

24.06.2022

CxO Priorities-Studie: 90% der Topführungskräfte sehen Cyber Security als aktuelle Kernherausforderung

Wie die Studie „CxO Priorities“ der Managementberatung Horváth unter 280 Topmanagern und -managerinnen zeigt, bewerten 62% der Befragten Cyber Security als sehr wichtige Managementherausforderung. Weitere 28% erachten sie als wichtig. Somit landet Cyber Security mit 90-%iger Relevanz in der branchenübergreifenden Betrachtung noch vor Nachhaltigkeit (83%). An erster Stelle steht unverändert die digitale Transformation (95%). Industrieunternehmen für sich genommen geben die Prävention und Bekämpfung bei Cyber-Angriffen sogar als wichtigste Managementherausforderung an. Weiter zeigt die Studie, dass Kosten- und Ergebnisstrukturen über alle Branchen hinweg an Relevanz gewonnen haben, während strategische Fragestellungen in den Hintergrund rücken.

Beitrag mit Bild

©melpomen/123rf.com

Industrie sieht den dringendsten Handlungsbedarf bei der Bewältigung von Cyber-Risiken

Steigende Cyberrisiken sind ein negativer Effekt der digitalen Transformation, die wiederum Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist, erklären die Studienautoren. Dieser Effekt schlage erst jetzt langsam durch und könne gerade bei Industrieunternehmen existenzbedrohlich werden – vor allem dann, wenn das Thema in der Vergangenheit vernachlässigt wurde oder aufgrund der Bewältigung von Krisenfolgen einfach nicht mit der notwendigen Priorität verfolgt werden konnte. Mit zunehmender Vernetzung und intelligenter Steuerung steige das Risiko von Cyberattacken, die die Produktion für mehrere Tage stilllegen könnte.

Preissteigerungen für die Unternehmen verkraftbar, solange die Nachfrage nicht einbricht

Industrieunternehmen sind darüber hinaus in besonderem Maße von den massiven Preissteigerungen bei Roh- und Grundstoffen betroffen, und können diese nur teilweise an ihre Kunden weitergeben, wie die Studie weiter zeigt. Die höchsten Faktorkostensteigerungen im Vergleich zu 2021 mussten die Branchen Öl und Chemie (+31 %), Energie (+30 %) sowie Handel & Konsumgüter (+19 %) verkraften. Die Studie zeigt, dass gestiegene Faktorkosten nur zur Hälfte bis maximal zwei Dritteln durchgereicht werden können. Die verbleibenden Mehrkosten gehen der Analyse zufolge zulasten der Marge, was das Gesamtergebnis um bis zu 50% drücken kann. Das gehe nur eine gewisse Zeit gut. Sinken die Margen aufgrund rückläufiger Kaufkraft und Nachfrage durch eine weiterhin hohe Inflationsrate oder steigende Zinsen, bricht das Kartenhaus zusammen, warnen die Studienautoren.

78% der Unternehmen schätzen Umsatzentwicklung 2022 noch positiv ein

Die Studienautoren rechnen allerdings nicht damit, dass ein Unternehmenssterben vor 2023 eintritt, denn noch sind die Firmen liquide und die Auftragsbücher voll. Wie die Studie „CxO Priorities 2022“ zeigt, blicken die Topführungskräfte aktuell noch vergleichsweise positiv in die Zukunft. Für das laufende Jahr rechnen 78% mit einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. 2023 visieren 72% steigende Umsätze an.

Ruhe vor dem Sturm nutzen, um sich im Kern zu wappnen

Angesichts der angespannten und unsicheren Situation empfehlen die Autoren der Studie den Führungskräften dennoch, sich im Kern für mögliche langfristige Krisenfolgen bis hin zur Rezession zu wappnen. Das bedeute, vor allem die Kosten- und Ergebnisstruktur bestmöglich zu optimieren. Die Wirtschaft stehe am Scheideweg. Wenn sich Lieferengpässe zum Jahresende wirklich spürbar entspannen, das Konsumklima nicht stark einbricht und die Inflation sich stabilisiert, sind die Prognosen realistisch, kommt es aber zu einer Verstärkung der sich überlagernden Krisen, wird es eng, so die Einschätzung der Studienautoren. Da es auf der Einkaufseite aktuell wenig Spielraum gebe, sind der Analyse zufolge zwei Hebel von großer Bedeutung. So gelte es erstens, auf der Absatzseite konsequent an den Preis- und Vertriebsstrategien zu arbeiten. Der zweite Hebel ist die Optimierung der Kosten- und Ergebnisstruktur. Daran arbeiten insbesondere die Industrieunternehmen bereits mit Hochdruck, wie sich an den Studienergebnissen ablesen lässt. In der Automotive-Branche steht dieses Thema sogar auf Platz eins der wichtigsten Managementthemen.

Optimierung der Kosten- und Ergebnisstruktur gewinnt an Relevanz

Insgesamt ist laut der Studie zu beobachten, dass die Kosten- und Ergebnisstrukturen über alle Branchen hinweg an Relevanz gewonnen haben und strategische Aufgaben, wie etwa die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, in den Hintergrund rücken. In dieses Bild passt auch, dass immer mehr Unternehmen ihre flexiblen Arbeitsmodelle zurückfahren und die Mitarbeitenden zurück in die Zentralen beordern wollen.

Für die Horváth-Studie „CxO Priorities 2022 – Managing Overlapping Crises“ wurden 280 Topmanager und -managerinnen branchenübergreifend in persönlichen Interviews befragt, davon fast 90% CxOs. 70% der Stichprobe besteht aus Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitenden. Über 90% erwirtschaften einen Jahresumsatz von mindestens 100 Mio. €. Die Befragungen fanden im Mai und Juni 2022 statt.

Den Studienreport finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung Horváth vom 23.06.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

© Coloures-Pic/fotolia.com

26.05.2026

Digitalisierung ist Top-Priorität der CFOs für ihre Finanzfunktion

Digitalisierung gehört für CFOs zu den wichtigsten Aufgaben. Doch zwischen Anspruch und Realität klafft eine deutliche Lücke. Das zeigt die Studie „Digital CFO 2026“ der WHU – Otto Beisheim School of Management und PwC Deutschland, für die 207 Finanzchefinnen und Finanzchefs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Zwar bewerten CFOs die Bedeutung der

Digitalisierung ist Top-Priorität der CFOs für ihre Finanzfunktion
Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

25.05.2026

Industriejobs verschwinden: Deutsche Industrie baut weiter Stellen ab

Der Stellenabbau in der deutschen Industrie setzt sich fort. Ende des ersten Quartals lag die Zahl der Beschäftigten in Industrieunternehmen um 127.300 oder 2,3 % unter dem Vorjahresniveau. Seit 2019 sind damit 341.500 Industriejobs verloren gegangen – gut 6 % aller Arbeitsplätze in der Branche. Anders gesagt: Seit dem Vor-Corona-Jahr ist jeder siebzehnte Industriearbeitsplatz verschwunden. Autoindustrie besonders

Industriejobs verschwinden: Deutsche Industrie baut weiter Stellen ab
Meldung

© kevers/fotolia.com

20.05.2026

Immer weniger Mittelständler suchen eine Bankfiliale auf

Mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland suchen immer seltener eine Bankfiliale auf. Im Jahr 2024 nahmen erstmals weniger als die Hälfte der Unternehmen, nämlich 47 %, mindestens einen Geschäftstermin in einer Bank- oder Sparkassenfiliale wahr. Drei Jahre zuvor waren es 50 %, im Jahr 2017 noch 65 %. Der Rückgang der Filialbesuche geht somit weiter, die Dynamik hat

Immer weniger Mittelständler suchen eine Bankfiliale auf
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)