Die schwache Konjunktur bleibt für CEOs weltweit das größte Risiko. Laut dem aktuellen CEO Outlook Survey von EY-Parthenon nennen 44 % die wirtschaftliche Unsicherheit als zentrale Belastung. Cyberrisiken und Datenschutzbedrohungen folgen mit 40 %, technologische Umbrüche einschließlich KI mit 34 %. In Deutschland stehen Konjunktur- und Cyberrisiken mit jeweils 40 % gleichauf. Für die Studie wurden 1.200 CEOs aus 21 Ländern befragt, darunter 100 aus Deutschland.
Deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf bei KI
Besonders beim Kompetenzaufbau zeigt sich eine Schwäche: 53 % der deutschen CEOs befürchten, mit der rasanten KI-Entwicklung nicht Schritt halten zu können. Nur in Japan (60 %) und China (57 %) ist die Sorge größer. Gleichzeitig gilt KI weltweit als wichtigster Produktivitätstreiber. 50 % der CEOs berichten von entsprechenden Effizienzgewinnen. In Deutschland setzen Unternehmen jedoch stärker auf die Vereinfachung von Geschäftsprozessen und Automatisierung: 62 % sehen darin einen zentralen Hebel.
KI-Kosten steigen – Transparenz fehlt
Mit dem zunehmenden KI-Einsatz wächst der Kostendruck. Weltweit fehlt 28 % der Unternehmen ein verlässlicher Überblick über KI-Ausgaben und deren Wirtschaftlichkeit. In Deutschland sind es 24 %. Nur 32 % der deutschen Unternehmen verfügen über umfassende Prozesse zur Kostenkontrolle. Zugleich erwarten 88 % der deutschen Unternehmen steigende Ausgaben für generative KI innerhalb der kommenden drei Jahre. 27 % rechnen sogar mit mehr als einer Verdopplung.
Die Verantwortung für KI-Kosten liegt bei 47 % der Unternehmen hauptsächlich in der IT. EY empfiehlt hingegen, Kosten und Nutzen stärker in den jeweiligen Geschäftsbereichen zu steuern. Entscheidend sei künftig nicht allein der KI-Einsatz, sondern dessen messbarer wirtschaftlicher Mehrwert.
(EY vom 15.10.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)

