28.09.2026

DAX-Konzerne bauen besonders viele Stellen ab

Die Beschäftigungsentwicklung zeigt generell einen strukturellen Wandel, der jedoch besonders die deutschen DAX-Unternehmen trifft.

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Deutschlands größte börsennotierte Unternehmen reduzieren ihre Belegschaften stärker als vergleichbare Konzerne in Frankreich, Italien und Spanien. Das zeigt das EY-Parthenon Employment Barometer 2026, für das die Nachhaltigkeitsberichte von 155 Unternehmen aus DAX 40, CAC 40, FTSE MIB 40 und IBEX 35 ausgewertet wurden.

Fast 48.000 Stellen weniger

Bei den DAX-Konzernen sank die weltweite Beschäftigung um rund 47.700 Stellen beziehungsweise 1,2% auf 4,06 Millionen Beschäftigte. Französische Unternehmen verzeichneten lediglich ein Minus von 0,2%. Italienische und spanische Konzerne steigerten ihre Beschäftigtenzahlen dagegen jeweils um 0,9%.

Auch in Deutschland selbst bauten die DAX-Unternehmen Personal ab: Die Beschäftigung sank um 1,0%. Im Ausland lag das Minus sogar bei 1,3%.

Besonders betroffen sind Großkonzerne. Während kleinere europäische Unternehmen mit weniger als 25.000 Beschäftigten ihre Belegschaften um 0,7% ausweiteten, reduzierten Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern ihre Beschäftigung um 0,3%. Bei kleineren DAX-Konzernen fiel das Wachstum mit 3,5% besonders deutlich aus.

Europa verliert an Dynamik

Europa bleibt mit 60% der Beschäftigten der wichtigste Standort der untersuchten Unternehmen. Allerdings sank die Zahl der Arbeitsplätze hier um 1,1%. Nordamerika legte dagegen um 0,5%, Asien-Pazifik um 0,2% zu.

Auch zwischen den Branchen gibt es große Unterschiede. Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung verzeichneten mit 4,3% das stärkste Beschäftigungswachstum. Bei Konsumgüterunternehmen sank die Beschäftigung dagegen um 4,5%, bei Pharma und Life Sciences um 4,0%.

KI dürfte Arbeitsmarkt stärker verändern

Für Deutschland bleiben die Aussichten angespannt. EY-Parthenon erwartet, dass laufende Restrukturierungsprogramme teilweise erst verzögert in den Beschäftigungszahlen sichtbar werden. Ab 2027 und 2028 könnten zudem die Folgen des breiteren KI-Einsatzes stärker hervortreten. Betroffen wären neben Verwaltungsfunktionen auch Forschung, Entwicklung, Engineering, Einkauf und Produktionsplanung.

(EY vom 25.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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