24.03.2023

DAX-Konzerne schaffen ein weiteres Rekordjahr

Fast alle DAX-Konzerne legten beim Umsatz zu – der Gesamtumsatz der DAX-Unternehmen stieg 2022 um 15,5 %, der Gewinn aber nur um 3 %.

Beitrag mit Bild

©NicoElNino/fotolia.com

Der Gesamtumsatz der DAX Konzerne stieg 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 % und erreichte mit 1,8 Billionen Euro eine neue Rekordmarke. Im vierten Quartal lag das Wachstum immerhin noch bei 12,4 %. Der operative Gewinn der Unternehmen kletterte zwar auch auf ein neues Rekordniveau, das Wachstum lag aber nur bei 3,4 % – im vierten Quartal wurde sogar ein Rückgang um 10,6 % registriert.

Auftragspolster aus Pandemiezeiten

Fast alle DAX-Konzerne legten beim Umsatz zu – nur zwei Unternehmen verzeichnete niedrigere Umsätze als im Vorjahreszeitraum. Die Gewinnentwicklung war weniger eindeutig: Bei immerhin 15 Unternehmen ging der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY auf der Basis der Geschäfts- bzw. Quartalsberichte der derzeit im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten Unternehmen.

„Ein Grund für die starke Entwicklung: Den meisten DAX-Unternehmen gelang es, hohe Kosten bei Personal, Beschaffung und Energie an ihre Kunden weiterzugeben. Einige Unternehmen profitieren zudem von einem komfortablen Auftragspolster aus Pandemiezeiten“, erklärt Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY. Allerdings werde diese Sondersituation nicht von Dauer sein, so Ahlers: „2023 werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die Konjunktur schwächelt, die Rezessionsgefahr ist nicht gebannt. Und geopolitische Risiken sind allgegenwärtig.“

Vor allem US-Markt treibt das Umsatzwachstum

Am besten haben sich im vergangenen Jahr die Geschäfte in den USA entwickelt. In Nordamerika stiegen die Umsätze in Summe um 23 %, der Anteil der Region am Gesamtumsatz der DAX-Konzerne stieg gegenüber dem Vorjahr von 27,7 auf 30,0 %. „Die US-Konjunktur ist derzeit der Wachstumsmotor für die DAX-Konzerne, damit wird dieser Markt für die deutschen Unternehmen immer wichtiger“, sagt Mathieu Meyer, Partner bei EY. „Und zwar nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Produktionsstandort.“ Denn das US-Subventionspaket „Inflation Reduction Act“ führe dazu, dass derzeit viele Industrieunternehmen konkrete Investitionen in den USA planen. „Der Standort USA ist aktuell hoch attraktiv: niedrige Energiepreisen, hohe und planbare Fördermittel, starkes Geschäftswachstum. In allen drei Feldern hat Europa derzeit das Nachsehen.“

Autokonzerne führen das Gewinnranking an

Die gewinnstärksten Unternehmen waren im vergangenen Jahr die Autokonzerne Volkswagen und Mercedes-Benz mit 22,1 bzw. 20,5 Milliarden Euro. BMW belegt im Gewinnranking mit einem Gewinn von 14,0 Milliarden Euro den fünften Platz.

Bei der Beschäftigung reichte es bei den DAX-Konzernen in Summe immerhin für ein Plus von 2,1 % – das allerdings auch auf Zukäufe bzw. neu konsolidierte Unternehmen zurückzuführen ist. Sechs Unternehmen meldeten eine niedrigere Beschäftigtenzahl als im Vorjahr.

EY vom 23.03.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro


Weitere Meldungen


Meldung

© furuoda/fotolia.com

10.09.2026

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein

Der Markt für elektrische Lkw entwickelt sich weltweit mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Während China beim Hochlauf bereits weit vorangeschritten ist, steht Europa vor einer starken Wachstumsphase. Die USA dürften dagegen noch länger von Dieselantrieben geprägt bleiben. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Boston Consulting Group (BCG). China führt bei elektrischen Lkw In China entfielen 2025

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein
Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)