02.10.2015

Delisting: Besserer Schutz für Aktionäre

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Künftig sollen Anleger besser vor Kursstürzen geschützt werden, die aus einem Delisting resultieren.

Wenn Aktiengesellschaften sich in Zukunft von der Börse zurückziehen, sollen Anleger eine Entschädigung bekommen. Diese orientiert sich am durchschnittlichen Börsenkurs in den sechs Monaten vor Verkündigung des Rückzugs vom Parkett. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Finanzausschusses des Bundestags. Damit bessern die Parlamentarier eine ursprüngliche Entschädigungsregelung der Regierung nach. Diese sollte sich am Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor dem angekündigten Börsenabschied orientieren.

Fauler Kompromiss?

Die von der Koalition vorgesehenen Änderungen sieht die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger als „faulen Kompromiss“ an. Nach wie vor hält die SdK einen Beschluss der Hauptversammlung über das Delisting sowie die Einführung einer gerichtlich nachprüfbaren Abfindung zum vollen Verkehrswert im Zuge des sogenannten Spruchverfahrens für unabdingbar. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz schließt sich an. Gerade bei kleineren Werten bleibe der Börsenkurs bei einem Delisting manipulierbar, auch innerhalb eines halben Jahres.

(Handelsblatt / CF Redaktion)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

28.10.2026

Kritische Rohstoffe werden zum Finanzierungsrisiko

Engpässe bei kritischen Rohstoffen bedrohen zunehmend die Industrieproduktion. Laut Boston Consulting Group (BCG) unterschätzen viele Unternehmen ihre Abhängigkeiten und verpassen zugleich Chancen auf staatliche Finanzierungshilfen. Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich Nach Berechnungen der BCG könnte die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden, Lithium, Kupfer und Graphit bis 2040 bei 120 bis 250 % des

Kritische Rohstoffe werden zum Finanzierungsrisiko
Meldung

©peterschreibermedia/123rf.com

27.10.2026

Kostendruck bremst grüne Transformation

Fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland verschiebt Investitionen in Nachhaltigkeit. Gleichzeitig kritisiert eine deutliche Mehrheit die aufwendigen ESG-Berichtspflichten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Kreditversicherers Atradius. Nachhaltigkeit bleibt wichtig – doch das Geld fehlt Die schwache Industriekonjunktur, Liquiditätsengpässe und geopolitische Unsicherheiten setzen Unternehmen unter Druck. Laut Atradius-Umfrage räumen 73 % der Befragten Nachhaltigkeit weiterhin eine

Kostendruck bremst grüne Transformation
Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

26.10.2026

So viele Gründungen wie seit 15 Jahren nicht mehr

Das Gründungsgeschehen in Deutschland hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Nach einer Erhebung des ZEW Mannheim und Creditreform wurden rund 183.000 neue Unternehmen gegründet. Das sind 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Besonders stark fällt der Aufschwung bei wachstumsorientierten, innovativen Start-ups aus. Rund 3.100 solcher Unternehmen

So viele Gründungen wie seit 15 Jahren nicht mehr
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)