02.10.2015

Delisting: Besserer Schutz für Aktionäre

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Künftig sollen Anleger besser vor Kursstürzen geschützt werden, die aus einem Delisting resultieren.

Wenn Aktiengesellschaften sich in Zukunft von der Börse zurückziehen, sollen Anleger eine Entschädigung bekommen. Diese orientiert sich am durchschnittlichen Börsenkurs in den sechs Monaten vor Verkündigung des Rückzugs vom Parkett. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Finanzausschusses des Bundestags. Damit bessern die Parlamentarier eine ursprüngliche Entschädigungsregelung der Regierung nach. Diese sollte sich am Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor dem angekündigten Börsenabschied orientieren.

Fauler Kompromiss?

Die von der Koalition vorgesehenen Änderungen sieht die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger als „faulen Kompromiss“ an. Nach wie vor hält die SdK einen Beschluss der Hauptversammlung über das Delisting sowie die Einführung einer gerichtlich nachprüfbaren Abfindung zum vollen Verkehrswert im Zuge des sogenannten Spruchverfahrens für unabdingbar. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz schließt sich an. Gerade bei kleineren Werten bleibe der Börsenkurs bei einem Delisting manipulierbar, auch innerhalb eines halben Jahres.

(Handelsblatt / CF Redaktion)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©tadamichi/fotolia.com

16.07.2026

Wirtschaftsprüfer wachsen trotz Rezession weiter

Der deutsche Markt für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung bleibt auf Wachstumskurs. Nach einem Plus von 7,6% im Jahr 2024 stieg das Marktvolumen 2025 um 6,1% auf 22,6 Milliarden Euro. Die 25 umsatzstärksten Gesellschaften legten im Durchschnitt sogar um 8,1% zu. Das zeigen erste Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2026, die im August erscheinen soll. Deloitte erreicht erstmals Platz

Wirtschaftsprüfer wachsen trotz Rezession weiter
Meldung

©tashatuvango/ fotolia.com

14.07.2026

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief

Die Investitionsbereitschaft deutscher Mittelständler ist so niedrig wie seit Beginn der Erhebung 1995 nicht mehr. Nur noch 52% der Unternehmen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Das zeigt eine Umfrage der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken unter mehr als 1.000 Firmen. Hohe Kosten bremsen Unternehmen Die Geschäftserwartungen bleiben schwach:

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.07.2026

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt

Die staatliche Kaufprämie hat den deutschen Elektroautomarkt im zweiten Quartal deutlich belebt. Mit knapp 208.400 Neuzulassungen wurde ein neuer Quartalsrekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 54%. Von dem Wachstum profitieren jedoch vor allem ausländische Hersteller. Deutsche Konzerne wachsen langsamer Die deutschen Autobauer steigerten ihre Elektroverkäufe zwar um 31%, ihr gemeinsamer Marktanteil sank

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)