• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Den Niedrigzinsen sei Dank: Fondsbranche 2015 mit Rekordjahr

12.02.2016

Den Niedrigzinsen sei Dank: Fondsbranche 2015 mit Rekordjahr

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die Fondsbranche in Deutschland gehört zu den Gewinnern der Niedrigzinsphase. Ende 2015 verwalteten die deutschen Fondsgesellschaften ein Rekordvermögen von 2,6 Billionen €. Insbesondere Mischfonds erfreuten sich großer Beliebtheit.

„2015 war ein außergewöhnlich gutes Jahr für die deutsche Fondsbranche, und zwar sowohl gemessen am verwalteten Vermögen als auch am Neugeschäft“, sagte Holger Naumann, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI, auf der Jahrespressekonferenz. Die Fondsgesellschaften verwalteten Ende 2015 ein Rekordvermögen von 2,6 Billionen €. Auch beim Neugeschäft erreichte die Branche mit Zuflüssen von netto 193 Mrd. € in Publikums- und Spezialfonds eine Höchstmarke. „Diese Rekorde belegen eindrucksvoll die Bedeutung von Fondsgesellschaften als weitaus größte Verwalter von Kapital für Altersvorsorge und Vermögensbildung in Deutschland“, sagte Naumann. 50 Mio. Deutsche sparen mit Fonds für das Alter, entweder direkt mit Publikumsfonds oder indirekt etwa über Versicherungen und Versorgungswerke, die in Spezialfonds investieren.

Spezialfonds mit viertem Absatzrekord in Folge

Versicherungsgesellschaften und Altersvorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen sind die größten Anlegergruppen von Spezialfonds. Auf sie entfallen über 800 Mrd. € von insgesamt 1,3 Billionen €. Auch im Neugeschäft haben diese beiden Anlegergruppen mit zusammen 73,2 Mrd. € wesentlich dazu beigetragen, dass Spezialfonds 2015 Rekordzuflüsse von netto 121,5 Mrd. € verzeichneten. Das ist das vierte Jahr in Folge mit einer Bestmarke. „Fondsgesellschaften liefern im institutionellen Asset Management maßgeschneiderte Lösungen“, sagte Naumann. Dazu gehören beispielsweise individuelle Absicherungsstrategien sowie professionelles Risikomanagement und Reporting, um die institutionellen Anleger bei deren Meldungen an die Aufsichtsbehörden zu unterstützen.

Mischfonds mit Rekordabsatz

Publikumsfonds sammelten 2015 netto 71,9 Mrd. € neue Gelder ein. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, als ihnen 32,8 Mrd. € zuflossen. „Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und der kurzfristigen Börsenschwankungen bieten Investmentfonds Lösungen, um risikokontrolliert in renditestärkere Anlagekategorien wie Aktien und Immobilien zu investieren“, erläuterte Naumann die hohen Zuflüsse. Mischfonds führen die Absatzliste mit Rekordzuflüssen von 38,6 Mrd. € an. Anleger bevorzugten Produkte mit einem etwas höheren Aktienanteil. So sammelten Mischfonds, die mindestens ein Drittel in Aktien investieren, netto 28 Mrd. € ein. Aktienfonds vollzogen nach vier Jahren mit Abflüssen einen Vorzeichenwechsel. Ihnen flossen 2015 netto 21,1 Mrd. € zu. Davon entfielen 14,9 Mrd. € auf Aktien-ETFs. Rentenfonds verzeichneten Zuflüsse von 6,3 Mrd. €. Offene Immobilienfonds sammelten netto 3,3 Mrd. € ein. Darin sind Substanzauszahlungen im Wert von 2 Mrd. € als Rückflüsse enthalten, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen. Faktisch sammelten die Fonds damit 5,3 Mrd. € ein.

(Pressemitteilung BVI vom 11.02.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© designer49/fotolia.com

26.03.2026

M&A-Markt 2026: Private Equity treibt den Aufschwung

Der globale M&A-Markt dürfte im Jahr 2026 deutlich an Dynamik gewinnen. Vor allem Private-Equity-Investoren zeigen sich optimistisch und treiben die Erwartungen an die Transaktionsaktivität. Gleichzeitig verschieben sich die Schwerpunkte: Unternehmen passen ihre Portfolios gezielter an, insbesondere durch Carve-outs, und nutzen zunehmend neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von Transaktionen. Das zeigt der aktuelle KPMG

M&A-Markt 2026: Private Equity treibt den Aufschwung
Meldung

© pichetw/fotolia.com

24.03.2026

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer

Die Zahl der Gewinnwarnungen deutscher börsennotierter Unternehmen ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Nach einem Höchststand von 160 Gewinnwarnungen im Jahr 2023 und einem weiterhin hohen Niveau von 153 im Jahr 2024 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 118 Gewinnwarnungen registriert. Sinkende Umsätze sind für mehr als die Hälfte der Unternehmen der wichtigste Grund für die

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer
Meldung

©Egor/fotolia.com

23.03.2026

Aktionärsrechte im Rückzug: Krise der Corporate Governance

Die Corporate Governance börsennotierter Unternehmen steht seit Jahren zwischen Reformanspruch und Vertrauenskrise. Obwohl gesetzliche Vorgaben und der Deutsche Corporate Governance Kodex Transparenz, Kontrolle und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern sollen, zeigen sich in der Praxis immer wieder deutliche Defizite. Im Interview erläutert Robert Peres, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Initiative Minderheitsaktionäre, wo die strukturellen Schwächen liegen und warum

Aktionärsrechte im Rückzug: Krise der Corporate Governance
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)