• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutsche Börse legt Nachhaltigkeitsindex DAX 50 ESG auf

05.03.2020

Deutsche Börse legt Nachhaltigkeitsindex DAX 50 ESG auf

Beitrag mit Bild

© Björn Wylezich/fotolia.com

Aktienanleger können künftig in einen neuen deutschen Index mit Fokus auf Nachhaltigkeit investieren. Der deutsche Leitindex DAX hat ein neues, nachhaltiges Familienmitglied: den DAX 50 ESG Index. Der neue Index soll sich als Standard für nachhaltige Investments in Deutschland durchsetzen.

Der ESG-DAX speist sich aus den Titeln des HDAX bzw. aus DAX-, MDAX- und TecDAX-Werten und lehnt sich an die Methodologie der DAX-Familie an, teilte die Deutsche Börse mit. Zusätzlich zu den klassischen Kriterien Streubesitzkapitalisierung und Börsenumsatz werden bei der Zusammensetzung des Index Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, kurz ESG (aus dem Englischen für Environmental, Social, Governance) berücksichtigt.

Bei der Indexerstellung würden normbasierte Ausschlusskriterien angewandt, die den UN Global Compact-Prinzipien folgen, außerdem gebe es produktbasierte Ausschlusskriterien, die umstrittene Waffen, Tabak, Kohle, Kernkraft und militärische Verträge umfassen, teilte der Börsenbetreiber mit. Aus den daraus resultierenden Werten wird eine Rangliste aus Marktkapitalisierung, Börsenumsatz und ESG-Bewertung gebildet. Von dieser Liste werden die Top-50-Werte für den Index ausgewählt. Der Index werde alle drei Monate überprüft; wie beim DAX-Index gelten Fast-Exit- und Fast-Entry-Regeln – auch wenn es zu Verstößen gegen die Nachhaltigkeitskriterien kommen sollte.

Sieben DAX-Titel nicht im neuen Index enthalten

Für den neuen Index gilt eine Obergrenze für die Gewichtung einzelner Werte von 7%, während der DAX ein Cap von 10% hat. Sieben DAX-Titel sind in dem neuen Index nicht enthalten. Nicht dabei sind die Energiekonzerne E.ON, RWE, der Gesundheitskonzern Fresenius, der Triebwerksbauer MTU Aero, der Autobauer Volkswagen, die Immobilienfirma Vonovia und der Zahlungsabwickler Wirecard.

Nach Aussage der Deutschen Börse werden Klima- und Umweltrisiken, soziale Faktoren und Aspekte der Unternehmensführung künftig für den Finanzsektor zur Risikobewertung eine essenzielle Rolle spielen. Die Realwirtschaft stehe vor einem Transformationsprozess und es liege in der Verantwortung des Finanzsektors, diesen zu finanzieren. Indizes wie der DAX 50 ESG würden dafür eine wichtige Grundlage bieten.

In wenigen Wochen soll nach Angaben des Börsenbetreibers auch ein börsengehandelter Indexfonds herauskommen. Zudem könnte künftig auch ein Terminkontrakt auf den neuen Index aufgelegt werden.

(Pressemitteilung Deutsche Börse vom 04.03.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© alexlmx/fotolia.com

16.09.2026

Was Private-Equity-Wertschöpfung wirklich entscheidet

Private-Equity-Investoren können sich immer weniger auf Multiple-Expansion verlassen. Längere Haltedauern und schwierigere Exit-Märkte erhöhen den Druck, Wert operativ zu schaffen. Die Studie „Winning the Value Creation Game“ von Radial, Keyplayer und dem Centre for Performance Management & Controlling der Frankfurt School zeigt, welche Hebel dabei entscheidend sind. Management als wichtigster Werttreiber Mehr als 100 Gespräche

Was Private-Equity-Wertschöpfung wirklich entscheidet
Meldung

© Creativa Images/fotolia.com

16.09.2026

Deutsche Unternehmen finanzieren China-Investitionen zunehmend aus Gewinnen vor Ort

Deutsche Unternehmen investieren weiter in China und finanzieren den Ausbau immer mehr aus eigenen Gewinnen vor Ort. Sie haben im ersten Halbjahr 2026 rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in China investiert. Das zeigt eine IW-Auswertung auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. Der Betrag lag rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum. Im längerfristigen Vergleich bewegt

Deutsche Unternehmen finanzieren China-Investitionen zunehmend aus Gewinnen vor Ort
Meldung

peshkova/123rf.com

15.09.2026

KI hat Einfluss auf die Unternehmensrendite

Künstliche Intelligenz (KI) steht im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion um die digitale Transformation. Doch profitieren Unternehmen tatsächlich vom KI-Einsatz? Tatsächlich geht der KI-Einsatz im deutschen Mittelstand mit höherem Wachstum, besserer Rendite und steigender Produktivität einher. Das zeigt eine Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels. Allerdings profitieren nicht alle Unternehmen im gleichen Maß. KI-Nutzer

KI hat Einfluss auf die Unternehmensrendite
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)