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23.02.2026

Deutsche Finanzinstitute setzen zunehmend auf KI

Eine aktuelle Studie zeigt, dass fast die Hälfte der deutschen Institute KI-Assistenten für Schulungen und zur Fehlerbehebung im Kreditgeschäft einsetzt.

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pitinan/123.rf.com

Eine neue globale Studie von Finastra, einem Anbieter von Software für Finanzdienstleistungen, zeigt, dass eine nahezu flächendeckende Einführung von KI bei deutschen Finanzinstituten zu beobachten ist. Nur noch drei Prozent der Finanzinstitute in Deutschland geben an, keinerlei künstliche Intelligenz einzusetzen. Dies ist ein klares Signal für den Übergang von der Experimentierphase zur Umsetzung in der gesamten Branche.

KI-Assistenten und Chatbots im Arbeitsalltag

Der Bericht „Finastra Financial Services State of the Nation 2026” zeigt, dass fast die Hälfte (45 %) der deutschen Institute KI-Assistenten und Chatbots für Schulungen und zur Fehlerbehebung im Kreditgeschäft einsetzt. Dies signalisiert den Wunsch, Wissenslücken zu schließen und mithilfe neuer Technologien die Effizienz zu steigern.

Die Studie zeigt außerdem, dass die Modernisierung von Kernbanksystemen an Dynamik gewinnt, da deutsche Institute zunehmend an die Grenzen ihrer Altsysteme stoßen. 34 % der Befragten geben an, dass dieses Thema für sie von Bedeutung ist – der höchste Wert unter den globalen Befragten. Dies spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass moderne Kernsysteme unerlässlich sind, um neue Produkte einzuführen, Kosten zu senken und Echtzeit- sowie kundenzentrierte Erlebnisse zu ermöglichen.

Für die Studie wurden Führungskräfte von Finanzinstituten und Banken aus Frankreich, Deutschland, Hongkong, Japan, Mexiko, Saudi-Arabien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Vereinigten Königreich, den USA und Vietnam befragt.

Zentrale Studienergebnisse für Deutschland:

Hohe Zuversicht in die eigene Vorbereitung auf den technologischen Wandel bei gleichzeitiger Anerkennung interner Herausforderungen: 86 % der Befragten geben an, auf den technologischen Wandel vorbereitet zu sein und Einschränkungen identifiziert zu haben, die im Zuge der Transformation ihrer Technologie-Stacks angegangen werden müssen. Dazu zählen Datensicherheit (32 %), organisatorische Bereitschaft (37 %) und das Tempo des Wandels (30 %).

Partnerschaften mit Fintech-Anbietern lindern interne Einschränkungen: In dem Bewusstsein, dass interne Herausforderungen technologischen Wandel und Innovation ausbremsen können, nennen 36 % der Befragten interne Kapazitätsengpässe als Grund für Partnerschaften mit Fintech-Anbietern, um neue technologische Fähigkeiten zu erlangen. Weitere 34 % nennen Managed Services für mehr Geschwindigkeit und Flexibilität als Vorteil und unterstreichen damit die Vorteile der Cloud-Nutzung.

Personalisierung basiert auf konkreten Kundenerlebnissen: Zukünftige Personalisierungspläne in Deutschland decken eine Reihe von Anwendungsfällen mit jeweils 20 bis 30 % ab. Dazu gehören anpassbare digitale Wallets, maßgeschneiderte Kreditangebote, Echtzeitzahlungen und empfehlungsbasierte Personalisierung. Kein einzelner Anwendungsfall dominiert die Einführungsabsichten. Dies spiegelt die vielfältigen Kundenbedürfnisse im ganzen Land wider. Maßgeschneiderte Bonus- und Prämienprogramme stechen mit 36 % hervor und deuten auf den Wunsch hin, künftig gezielt Anreize zu schaffen und die Kundenbindung zu erhöhen.

Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen im Fokus: Zwar geben 77 % der Befragten an, ihren Wettbewerbern in diesem Bereich voraus zu sein, dennoch bleiben zukünftige Investitionen wichtig. Nur 6 % sagen, dass die Ausgaben in diesem Bereich sinken oder gleich bleiben. Dies deutet auf wachsende digitale Risiken, strengere regulatorische Anforderungen und eine stärkere Abhängigkeit von Technologie in den Kernprozessen hin.

Den vollständigen Bericht „Finastra Financial Services State of the Nation 2026” können Sie hier abrufen.

(Finastra vom 10.02.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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