27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Trotz konjunktureller Unsicherheiten investieren deutsche Unternehmen vermehrt in Innovationen – insbesondere in KI – und stärken damit ihre Zukunftsfähigkeit.

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Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zeigt.

Dienstleistungssektor steigert Innovationsausgaben deutlich

Wie in den Vorjahren setzt sich die Verschiebung der Innovationstätigkeit hin zu den Dienstleistungen fort. Vor allem der Dienstleistungssektor trägt mit einem Plus von 8,3 % überdurchschnittlich zu dieser Entwicklung bei, während der Zuwachs in der Industrie mit 3,5 % deutlich geringer ausfällt. Dabei ist das Niveau der Innovationsausgaben in der Industrie mit 150,1 Milliarden Euro allerdings mehr als doppelt so hoch wie in den Dienstleistungen mit 63,1 Milliarden Euro.

Der größte Teil der Innovationsausgaben entfällt auf Großunternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten. Im Jahr 2024 haben sie 178,4 Milliarden Euro für Innovationen ausgegeben, was einem Anstieg von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) weisen im Jahr 2024 Innovationsausgaben in Höhe von 34,9 Milliarden Euro auf. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese mit 7,1 % stärker angestiegen als die der Großunternehmen.

Nutzung von Künstlicher Intelligenz

Die Verbreitung des Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen in Deutschland schreitet voran. Gut ein Viertel der Unternehmen nutzen KI-Methoden aktiv in ihren Geschäftsprozessen oder Produkten. Die vermehrte Nutzung von KI setzte im Jahr 2023 ein, als bereits rund 14 % KI verwendeten. Bis Ende des Jahres 2024 erhöhte sich der Anteilswert auf fast 24 %. Die Verbreitung von KI ist in den Dienstleistungen mit 28 % weiter vorangeschritten als in der Industrie mit 19 %. Mehr als jedes zweite Großunternehmen setzte 2025 KI-Methoden ein, in der Gruppe der KMU lag diese Quote bei knapp 25 %.

Die Branche, in der KI am häufigsten eingesetzt wird, ist „Information und Kommunikation“, zu der die Bereiche Software und IT-Dienstleistungen zählen. 58 % der Unternehmen dieser Branche setzen KI in Produkten oder Geschäftsprozessen ein. Die KI-Nutzung ist außerdem in der Beraterbranche (Rechts-, Wirtschafts-, Unternehmensberatung, Werbung) mit 53 % und bei den Finanzdienstleistungen (Banken, Versicherungen, Finanzvermittlung) mit 37 % hoch. Die Elektroindustrie liegt mit einem Anteil von 35 % beim KI-Einsatz in Produkten oder Geschäftsprozessen bei den Industriebranchen vorne.

(ZEW vom 27.01.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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