• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutsche Unternehmen stehen bei chinesischen Käufern hoch im Kurs

04.05.2018

Deutsche Unternehmen stehen bei chinesischen Käufern hoch im Kurs

Beitrag mit Bild

©Dmitry Guzhanin/fotolia.com

Deutsche Unternehmen sind für China zunehmend attraktiv. Seit gut zwei Jahren kaufen chinesische Investoren vermehrt deutsche Unternehmen mit entsprechendem Knowhow. Während im Jahr 2009 nur zwei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) deutscher Unternehmen durch China verzeichnet wurden, stieg die Anzahl chinesischer Übernahmen im Jahr 2016 auf 21 und im Jahr 2017 auf 20 – eine Verzehnfachung der M&A-Aktivitäten. In den vergangenen zwei Jahren stieg zudem das Übernahmevolumen deutlich an und erreichte mit rund fünf Milliarden Euro im Jahr 2017 einen Rekordwert. Zu diesen Ergebnissen kommen aktuelle Untersuchungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk.

Im Jahr 2017 lag China auf Platz neun der Länder, die in deutsche Firmen investierten. Ganz vorne waren die USA, die Schweiz und Frankreich mit jeweils 83, 41 und 40 Übernahmen. In diese Spitzengruppe könnte China mittelfristig hineinstoßen. „China beginnt sich mehr und mehr für deutsche Technologien zu interessieren. Vor allem kleine bis mittelgroße Technologiefirmen, sogenannte ‚Hidden Champions‘, ziehen das Interesse chinesischer Investoren auf sich“, erklärt Niklas Dürr, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Projektleiter für den halbjährlich erscheinenden M&A-Report, die Untersuchungsergebnisse.

Insbesondere das Übernahmevolumen stieg in den vergangenen zwei Jahren auf aktuell rund fünf Milliarden Euro an. Insbesondere die Übernahme des Roboterherstellers KUKA mit 3,7 Milliarden Euro im Januar 2017 zog dabei große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.

Weitere Branchen werden für chinesische Investoren interessant

Insgesamt war China – gemessen an der Anzahl – zwar nur für etwa fünf Prozent aller Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren im Jahr 2017 verantwortlich, verzeichnete allerdings beim Übernahmevolumen knapp 21 Prozent. Weitere wichtige chinesische Firmenkäufe betrafen 2017 allesamt die Technologiebranche und unterstreichen das sich wandelnde chinesische Selbstbild hin zu einer Wirtschaft, die Wertschöpfung durch Innovationen erreicht.

„Dieser Trend scheint sich fortzusetzen, denn alleine im Januar und Februar 2018 wurden drei deutsche Automobilzulieferer an chinesische Investoren verkauft. Die Übernahmegerüchte um den Bekleidungskonzern C&A zeigen außerdem, dass weitere Branchen für chinesische Investoren interessant werden“, so Niklas Dürr.

(Pressemitteilung ZEW vom 26.04.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©helmutvogler/fotolia.com

23.09.2026

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte

Das Eurosystem treibt die Tokenisierung der Finanzmärkte voran. Am 21.09.2026 hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit „Pontes“ eine Infrastruktur gestartet, über die Geschäfte mit tokenisierten Vermögenswerten in Zentralbankgeld abgewickelt werden können. Damit setzt die Notenbank erstmals ihre Strategie für einen stärker auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basierenden Finanzmarkt praktisch um. Sicheres Geld für digitale Märkte Tokenisierung soll

Pontes startet: Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte
Meldung

pitinan/123.rf.com

22.09.2026

Deutscher KI-Markt wächst um 48 %

Deutschland investiert deutlich mehr in Künstliche Intelligenz, und generative KI treibt das Wachstum. Im laufenden Jahr verdoppeln sich die Ausgaben für generative KI voraussichtlich auf 11,5 Milliarden Euro, nach 5,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Der gesamte KI-Markt aus Software, Services und Hardware wächst um 48 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro, nach 19,4 Milliarden Euro in

Deutscher KI-Markt wächst um 48 %
Meldung

© habrda/ fotolia.com

21.09.2026

Autoindustrie: Gewinne und Margen brechen ein

Die deutschen Autokonzerne geraten im internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Während der Umsatz der 19 größten Autohersteller weltweit im ersten Halbjahr 2026 um 3,6% auf den Rekordwert von 1,048 Billionen Euro stieg, sanken die Erlöse der deutschen Hersteller um 2,9% auf 284 Milliarden Euro. Das zeigt eine Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Gewinne und

Autoindustrie: Gewinne und Margen brechen ein
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)