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27.05.2021

Deutscher Arbeitsmarkt in Bewegung: Unternehmen setzen auf Personalveränderung

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© Robert Kneschke / fotolia.com

Die wirtschaftlichen Zeichen stehen auf Neuanfang. Wie stellen sich Unternehmen personell auf? Die aktuelle Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt: 2021 wird deutlich mehr Bewegung am Arbeitsmarkt herrschen – in beide Richtungen.

Deutschland ist bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung, wie die aktuelle Randstad-ifo-Personalleiterbefragung (Q1 2021) zeigt. Auf der einen Seite wollen 36% der deutschen Unternehmen neue Stellen schaffen, um in den möglichen Aufschwung zu investieren und die anziehende Auftragslage zu meistern. Doch rechnen 17% auch damit, sich von Mitarbeitern trennen zu müssen.

Keine Massenentlassungen, aber viel Umbau

Die Personalplanungen in Unternehmen für 2021 geben Anlass, positiv in die Zukunft zu sehen. Dass mehr als ein Drittel der Arbeitgeber Stellen aufbaut, ist ein starkes, positives Signal Richtung Wachstum. Die Bundesregierung hat glücklicherweise schnell Instrumente wie die Kurzarbeit an den Start gebracht, diese nochmals verlängert und damit das Schlimmste verhindert, so die Autoren der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung.

Pandemie beschleunigt den strukturellen Wandel in einigen Branchen

Je größer die Unternehmen, desto häufiger erwarten Personalleiter jedoch auch deutlich negative Personalveränderungen. So gehen in Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern sogar 40% von einem Stellenabbau aus. Gleichzeitig wollen 65% dieser Unternehmen laut der Studie neue Stellen schaffen. Die Pandemie hat den strukturellen Wandel einiger Branchen beschleunigt. Das Ganze hatte sich bereits angekündigt, ist nun aber viel schneller und weitreichender als erwartet. Diese Prozesse werden unsere Wirtschaft noch eine lange Zeit prägen und begleiten, so die Studie des Personaldienstleisters. Es werde einmal mehr deutlich, wie rasant sich Märkte und damit auch die Anforderungsprofile der Belegschaft heute verändern.

Personalveränderungen erfordern nachhaltige Lösungen für Offboarding

Mehr als die Hälfte (56%) der befragten Personalleiter, die sich von Mitarbeitern trennen, wollen dies über den regulären Ruhestand erreichen. 43% sehen eine betriebsbedingte Kündigung vor. Knapp ein Drittel fördert freiwilliges Ausscheiden (32%). Auf den vorzeitigen Ruhestand und Altersteilzeit greifen 27% und 20% zurück. Lediglich 7% der Unternehmen setzen auf Trennungsmaßnahmen wie Outplacement (5%) oder eine Transfergesellschaft (2%).

Die Auswahl der Maßnahmen zum Personalabbau ist bezeichnend für die Trennungskultur eines Unternehmens: Es gibt leider oft keine, mahnen die Studienautoren. Unternehmen stecken zwar große Summen ins Recruiting und Onboarding, doch das Offboarding wird vollkommen vernachlässigt. Mit weitreichenden Konsequenzen: Der Stellenabbau trifft Mitarbeitern häufig wie ein Schock, Führungskräfte sind nicht gut genug auf die neue Situation vorbereitet, und letztlich wird der Personalabbau teurer und schmerzhafter als notwendig, so die Analyse des Personaldienstleisters. Das schädige wiederum die Arbeitgebermarke, wodurch dann wieder noch mehr Geld ins Recruiting und Employer-Branding fließe. Dieses kurzsichtige Agieren wird in Zukunft nicht mehr genügen, so das Fazit der Studienautoren.

Die Ergebnisse der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung für Q1 2021 können hier heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung Randstad Deutschland vom 27.05.2021)


Redaktion

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