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11.12.2024

Deutscher M&A-Markt rechnet 2025 mit Rückkehr in die Erfolgsspur

Deutsche Unternehmen und Private-Equity-Häuser planen 2025 mehr Deals. Dabei liegt der Fokus stärker auf nachhaltigem Wachstum und Wertschöpfung.

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© designer49/fotolia.com

Nach schwierigen Jahren zeichnet sich im deutschen Markt für Unternehmenstransaktionen („Mergers & Acquisitions“ – M&A) eine Trendwende ab: 65 % der Unternehmen haben 2024 mehr Deals angebahnt und abgeschlossen als im Vorjahr, bei den Beteiligungshäusern aus dem Private-Equity-Umfeld (PE) waren es 44 %. Das zeigt der „M&A Outlook 2025“, für den KPMG in Deutschland fast 200 Top-Entscheider aus Unternehmen und Private-Equity-Häusern befragt hat. Mehr als die Hälfte dieser Firmen erzielt einen Jahresumsatz von mindestens 500 Millionen Euro bzw. verwaltet Fonds von über einer Milliarde Euro.

Talsohle scheint erreicht

Ein volatiles Zinsumfeld, konjunkturelle Unsicherheiten und geopolitische Spannungen sind zwar nicht verschwunden, dennoch scheint die Talsohle auch im Hinblick auf das kommende Jahr erreicht: 2025 rechnen 85 % der Unternehmen mit deutlich mehr Dynamik im M&A-Markt, auch fast alle Private-Equity-Gesellschaften (91 %) erwarten mehr Transaktionen. In konkreten Zahlen ausgedrückt wollen 76 % der Firmen und 84 % der PE-Häuser mindestens eine Transaktion oder mehr im kommenden Jahr vollziehen. Dabei rechnet gut ein Drittel (30 %) der Unternehmen mit einem Deal-Volumen zwischen 500 Millionen und einer Milliarden Euro.

Transformationsdruck befeuert Transaktionsgeschehen

Die Studie zeigt: Zwei von drei Unternehmen (69 %) planen im nächsten Jahr ein Joint Venture oder eine strategische Allianz einzugehen, auch um Ressourcen und Risiken unter den Partnern zu teilen.

Gefragt nach den vorrangigen Transaktionszielen, priorisieren 87 % der Unternehmen und 75 % der Private-Equity-Beteiligungen nachhaltige Weichenstellungen vor schnellen Kurskorrekturen: Sie wollen vor allem das Wachstum und den Wert ihrer Organisationen strategisch langfristig sichern. Mehr als die Hälfte der Firmen (57 %) und PE-Häuser (53 %) sehen zudem Chancen, in neue Marktsegmente und Kundengruppen vorzudringen.

Zinsniveau beeinflusst Deal-Absichten wenig

Trotz der absehbaren Aufhellung am M&A-Markt, bleibt die wirtschaftliche Gesamtlage eine Herausforderung für die Befragten. Neben zu hohen Verkäufererwartungen an die Unternehmensbewertung sehen 61 % der Unternehmen bzw. 59 % der PE-Beteiligungen die generelle Unsicherheit am Markt als große Hürde in der Anbahnung von Deals. Allerdings führen nur noch rund ein Drittel schwierige Finanzierungsbedingungen als Hindernis ins Feld.

Die Unternehmensbewertung spielt auch im Rahmen der konkreten Verhandlung eine übergeordnete Rolle. 41 % der Firmen (PE: 44 %) tun sich schwer damit, eine Einigung mit dem Vertragspartner über die Bewertung zu finden; 44 % der Unternehmen (PE: 47 %) spüren unter der aktuellen wirtschaftlichen Situation zunehmend Druck, bereits vereinbarte Vertragsbedingungen bzw. Unternehmenswerte neu zu verhandeln.

Überraschend wenig Einfluss hätte eine Veränderung des Zinsniveaus. Bei einem hypothetischen Rückgang der Zinsen um 0,5 % würden lediglich 19 % der Unternehmen bzw. 22 % der Private-Equity- Firmen aktiver auf dem Transaktionsmarkt werden. 81 % der Befragten sehen zudem in einer konstant niedrigen Entwicklung des Zinsniveaus die Voraussetzung dafür, um zurückzukehren auf ein Transaktionenvolumen wie zu früheren Spitzenzeiten.

(KPMG vom 06.12.2024 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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