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17.03.2017

Deutscher M&A-Markt startet furios ins erste Quartal

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Der deutsche M&A-Markt verzeichnete 2016 mit 898 Deals und einem Wert von mehr als 73,6 Milliarden Euro ein Rekordjahr. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg um 27 Prozent - und damit einen neuen Jahreshöchstwert seit 2007.

Der deutsche M&A-Markt verzeichnete 2016 mit 898 Deals und einem Wert von mehr als 73,6 Milliarden Euro ein Rekordjahr. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg um 27 Prozent – und damit einen neuen Jahreshöchstwert seit 2007. Die USA blieben auch 2016 mit Transaktionen im Wert von über 15 Milliarden Euro der größte Investor in Deutschland, obwohl der Gesamtdealwert US-amerikanischer Investoren im Vergleich zu 2015 um knapp zehn Prozent gesunken ist.

Die dem Jahr 2016 zugerechnete, mit Abstand größte deutsche M&A-Transaktion ist die Monsanto-Übernahme von Bayer im Wert von über 56 Milliarden Euro. Dies ist 2016 gleichzeitig der zweitgrößte Deal weltweit und die größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen überhaupt. Auf den weiteren Plätzen folgen die Fusionen der DZ Bank mit der WGZ Bank (17 Mrd. Euro) und der – mittlerweile so gut wie gescheiterte – Merger der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (13,3 Mrd. Euro).

Positive Entwicklung auch in Q1 2017

Das erste Quartal 2017 startete ebenfalls furios, mit angekündigten Übernahmen deutscher Unternehmen im Wert von 10,8 Mrd. Euro. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg des Transaktionswerts von 88,3 Prozent dar (Q1-2015: 5,7 Mrd. Euro). Die Anzahl der Transaktionen war jedoch rückläufig von 172 auf 134 Deals in den ersten zwei Monaten des Jahres. Der größte Teil der geplanten Transaktionen 2017 fällt auf ausländische Investoren, die zunehmend mehr in deutsche Vermögenswerte investieren. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 81 ausländische Übernahmen deutscher Firmen mit einem Volumen von 9,8 Milliarden Euro verkündet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus von 101 Prozent bezüglich des Volumens (83 Deals, 4,9 Milliarden Euro), während die Dealanzahl konstant geblieben ist.

Industrie und Chemie bleiben am attraktivsten

Grenzüberschreitende Transaktionen deutscher Investoren hatten bislang hingegen einen verhaltenen Jahresstart. In den ersten zwei Monaten 2017 wurden nur 57 Outbound-Deals im Wert von 1,2 Mrd. Euro gemeldet. Das sind 45,2 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahreszeitraum (62 Deals, 2,3 Mrd. Euro). Die attraktivsten Sektoren bleiben nach wie vor Industrie und Chemie. Allein auf diese beiden Sektoren entfielen 46 Deals im Wert von 4,3 Milliarden Euro*. Dies entspricht einer Steigerung von 53,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum (48 Deals, 2,8 Mrd. Euro) und dem höchsten für die ersten zwei Monate seit 2011 (6,2 Mrd. Euro).

Rückgang chinesischer Investitionen in Deutschland

Chinesische Investitionen in deutsche Unternehmen sind dieses Jahr aufgrund neuer Regulierungen in China und Deutschland deutlich gesunken. Bis Anfang März war nur eine Transaktion mit einem unbekannten Volumen* zu verzeichnen, während im Vorjahreszeitraum sieben Transaktionen in einem Wert von 1,5 Mrd. Euro zu Buche standen.

(Pressemitteilung Mergermarket vom 16.03.2017)


Redaktion

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