• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutscher Mittelstand nutzt Gewinne nicht optimal

15.06.2015

Deutscher Mittelstand nutzt Gewinne nicht optimal

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die aktuelle Deloitte-Studie „Optimale Gewinnverwendung im Mittelstand“ zeigt: Mittelständische Unternehmen setzen auf Wachstum und lassen Optimierungspotenziale ungenutzt.

Die meisten Firmen sind mit ihren Gewinnen zufrieden, die Verwendungskonzepte variieren jedoch stark. Knapp ein Drittel der Gewinne (30 Prozent) wird für Entnahmen und Ausschüttungen verwendet, während die restlichen 70 Prozent thesauriert werden. Die Aufteilung zwischen diesen beiden Posten ist im Gesellschaftsvertrag meistens fest geregelt, Unternehmensinteressen haben dabei Vorrang gegenüber denen der Eigentümer. Dennoch offenbart die Gewinnverwendung ungenutzte Potenziale – häufig aufgrund unzulänglicher Regelungen der Unternehmensverfassung und fehlenden Controllings.

Wachstum im Fokus

Neben Markt- und Umsatzzielen verfolgen Mittelständler auch Erfolgs- und Gewinnziele – Spitzenreiter ist das Thema Wachstum (97 Prozent). Ökologische und soziale Ziele spielen hingegen eine untergeordnete Rolle – nur wirtschaftlich sehr erfolgreiche Unternehmen verfolgen diese.

Keine Einigkeit bei Gewinnverwendung

Unternehmen beteiligen Eigentümer im Schnitt mit 60 Prozent an den geschaffenen Werten, Führungskräfte mit zehn Prozent. Der Staat erhält die restlichen 30 Prozent durch Steuerzahlungen. Für Eigentümer kollidieren Unternehmens- und Familieninteressen, dennoch sieht mehr als die Hälfte der Befragten das Verhältnis von thesauriertem und ausgeschüttetem Gewinn als angemessen an. Regelungen im Gesellschaftsvertrag können solche Konflikte verhindern oder beilegen.

Zufriedenheit mit Gewinnerzielung

69 Prozent der befragten Unternehmen erzielen einen Gewinn von bis zu 20 Millionen Euro, während nur wenige Mittelständler einen Jahresfehlbetrag ausweisen. Rund die Hälfte von ihnen ist mit dem erzielten Gewinn zufrieden oder sehr zufrieden, 23 Prozent unzufrieden oder sehr unzufrieden. Als größte Erfolgsfaktoren gelten Managementleistung (82 Prozent), Strategie (80 Prozent) und Produkte (76 Prozent).

(Deloitte / Viola C. Didier)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©fotomek/fotolia.com

24.06.2026

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken

Die Europäische Bankenaufsicht (European Banking Authority – EBA) konsultiert den überarbeiteten EU-weiten Stresstest. Dieser ist stärker risikoorientiert. Bei der Methodik, den Templates und Anleitungen, die bei dem Stresstest 2027 angewendet werden sollen, sind zum Beispiel die Datenanforderungen an die beaufsichtigten Unternehmen gesunken. Zudem sollen die Anforderungen des Stresstests mit aufsichtlichen Standards harmonisiert werden. Dadurch sinkt

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken
Meldung

©7razer/fotolia.com

23.06.2026

10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft und deutschen Export

Zehn Jahre nach dem Brexit zeigt sich die britische Wirtschaft insgesamt robust, bleibt aber deutlich hinter ihrem Potenzial zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade. Das hat auch Folgen für Deutschland und die Europäische Union (EU), die mit einer dauerhaft geringeren Handelsdynamik, stärkerem Wettbewerb und hoher Unsicherheit durch

10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft und deutschen Export
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

22.06.2026

KI bringt Geschäftsmodelle der Softwarebranche ins Wanken

Die Softwarebranche muss sich auf tiefgreifende Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle einstellen. Weil KI-Agenten zunehmend selbst Arbeit verrichten und nicht mehr nur als Werkzeug bedient werden, verschiebt sich, wofür Kundinnen und Kunden zu bezahlen bereit sind. Statt Entwicklungsstunden oder pauschaler Lizenzen werden künftig verstärkt messbare Ergebnisse wie behobene Sicherheitslücken oder gelöste Tickets abgerechnet. Das ist eine zentrale

KI bringt Geschäftsmodelle der Softwarebranche ins Wanken
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)