• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutscher Venture Capital-Markt zeigt sich robust, doch steigende Inflation sorgt für Konsolidierung

20.07.2022

Deutscher Venture Capital-Markt zeigt sich robust, doch steigende Inflation sorgt für Konsolidierung

Der deutsche Risikokapitalmarkt hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zur weltweiten Entwicklung sehr robust gezeigt. Das zeigt der neue Venture Pulse von KPMG, für den regelmäßig die globalen Venture Capital-Investitionen ausgewertet werden. Während die globalen Venture Capital-Investitionen von April bis Juni 2022 um knapp 27% von 165,3 Mrd. auf 120,2 Mrd. USD einbrachen, stieg die hierzulande investierte Summe im selben Zeitraum um 35% an: von 3,4 Mrd. auf 4,6 Mrd. USD. Am meisten Geld floss dabei in Trade Republic (1,15 Mrd. USD), Personio (470 Mio. USD), Onefootball (316 Mio. USD), Taxfix (220 Mio. USD) und 1Komma5 (219 Mio. USD).

Beitrag mit Bild

© WrightStudio/fotolia.com

Start-up-Bewertungen im zweiten Quartal weltweit deutlich gesunken

Laut der Studie sind die Bewertungen einer Reihe von hochfliegenden Start-ups im zweiten Quartal weltweit deutlich gesunken. Viele Venture Capital-Investoren und Start-ups achten verstärkt darauf, ihre Liquidität zu sichern, ihre Belegschaft abzubauen und neue Finanzierungsrunden aufzuschieben, bis sich die Lage bessert, erklären die Studienautoren. Angesichts wachsender Inflation, steigender Zinssätze und anderer makroökonomischer Faktoren dürfte vor allem das Interesse von Venture Capital-Investoren an E-Commerce-Unternehmen zurückgehen. Das könnte die Konsolidierung vorantreiben.

Interesse an ESG und alternativen Energien wächst

Im Zuge des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der wachsenden Besorgnis über die Energieabhängigkeit ist das Interesse der Anleger an alternativen Energiegewinnungsmethoden, Energiespeicherung, CleanTech und Mobilität im zweiten Quartal deutlich gestiegen. Unter anderem gewannen wasserstoffbasierte Technologien an Aufmerksamkeit. Weitere Trendthemen sind nach Ansicht von der Studienautoren Fintech, Lieferkette und Logistik sowie Cyber.

Einhörner durch Abwärtsrunden gefährdet

Viele Venture Capital-Investoren und Start-ups gehen davon aus, dass der Markt für Börsengänge mindestens für die nächsten 18 bis 24 Monate erst einmal verschlossen ist. Vor allem Unternehmen in der Spätphase ihrer Finanzierung müssen ihre Pläne jetzt überdenken. Sie müssen Geld auftreiben, um die Zeit zu überbrücken, bis sie entweder eine zusätzliche Finanzierungsrunde oder einen Börsengang organisieren können. Laut des KPMG Venture Pulse-Reports mehren sich die Anzeichen, dass manche Einhörner durch Abwärtsrunden ihren Status verlieren könnten. Gut möglich, dass einige erhebliche Zugeständnisse an Investoren machen müssen, um diesen zu behalten, so die Prognose der Studienautoren.

Den KPMG Venture Pulse-Report können Sie hier herunterladen.

(Pressemitteilung KPMG vom 20.07.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

pitinan/123.rf.com

16.04.2026

Finanzverantwortlichen fehlen Mindestregeln für KI-Einsatz

Fast die Hälfte (45 %) der Unternehmen, die sich selbst als „KI-Vorreiter“ bezeichnen, verfügen laut einer neuen Studie von Payhawk nicht über die notwendigen grundlegenden Governance-Strukturen, um KI sicher in Finanzprozessen zu skalieren. Die aktuelle Studie stellt zudem die gängige Annahme infrage, dass die KI-Reife entlang eines definierten Pfads erläuft. Selbst innerhalb der Kategorie der

Finanzverantwortlichen fehlen Mindestregeln für KI-Einsatz
Meldung

© ferkelraggae/fotolia.com

14.04.2026

Immer weniger Mittelständler wollen einen Kredit aufnehmen

Immer weniger mittelständische Unternehmen interessieren sich für eine Kreditaufnahme bei ihrer Bank oder Sparkasse. Nur 27 % der Mittelständler in Deutschland sind grundsätzlich bereit, einen Bankkredit zur Investitionsfinanzierung aufzunehmen – das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Im Jahr 2023 zogen noch 42 %, 2017 sogar 66 % der Unternehmen eine Kreditfinanzierung in Betracht. Das sind Ergebnisse

Immer weniger Mittelständler wollen einen Kredit aufnehmen
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.04.2026

Milliardengrab E-Auto: Massiver Gewinneinbruch der Autokonzerne

Was vor wenigen Jahren noch als große Zukunftswette galt, entwickelt sich für viele Autokonzerne inzwischen zu einer massiven finanziellen Belastung. Führende Hersteller in Europa und den USA korrigieren derzeit ihre Elektrostrategien und müssen dafür tief in die Bilanz greifen. Abschreibungen auf Batteriefabriken, Entwicklungsprojekte und Modellreihen summieren sich bereits auf fast 60 Milliarden Euro. Gewinne brechen

Milliardengrab E-Auto: Massiver Gewinneinbruch der Autokonzerne
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)