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09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Trotz jahrelanger Stagnation hat Deutschland realistische Chancen auf dauerhaft deutlich mehr Wachstum, zeigt die neue KfW-Studie „Standort Zukunft“.

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© bluedesign/fotolia.com

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken.

Produktivität als zentraler Hebel

Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte bei Arbeit, Kapital und vor allem Produktivität. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung müssten schneller in Unternehmen eingesetzt und Innovationen leichter finanziert werden. KfW-Chef Stefan Wintels fordert, Deutschland zum führenden „KI-Anwendungsland“ für Industrie und Mittelstand zu machen. Zugleich müssten Mittelstand, Start-ups und Kapitalgeber enger zusammenarbeiten.

Bis 2035 soll Deutschland nach den Vorstellungen der KfW wieder zu den weltweit führenden Technologie- und Innovationsstandorten zählen. Dafür brauche es mehr Investitionen, wettbewerbsfähige Energiepreise, ausreichend Fachkräfte sowie innovationsfreundlichere Rahmenbedingungen.

Weniger Bürokratie, mehr Kapital

KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher fordert zudem eine wirksamere Regulierung und weniger Bürokratie. Neue Vorgaben sollten stärker auf Kosten, Nutzen und mögliche Einschränkungen unternehmerischer Initiative geprüft werden.

Eine weitere Rolle spielt der Deutschlandfonds, der Ende 2025 gestartet ist. Mit öffentlichen Mitteln und Garantien von rund 30 Mrd. Euro sollen in den kommenden Jahren rund 130 Mrd. Euro an Investitionen mobilisiert werden. Ziel ist es, mehr Eigen-, Risiko- und Wachstumskapital für Innovationen und produktive Investitionen verfügbar zu machen.

Das Zwölf-Punkte-Papier und die Studie sind hier abrufbar.

(KfW Research vom 08.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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