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12.06.2019

Die erste Generation der Chief Digital Officers zieht Zwischenbilanz

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Corporate Finance

Der digitale Kulturwandel stößt einer weltweiten Studie der Personalberatung Egon Zehnder zufolge in vielen großen Unternehmen noch immer auf interne Widerstände. In der Studie gaben 54% der 107 befragten Chief Digital Officers (CDO) an, mehr Zeit damit zu verbringen, in ihrer Organisation für ihre Digitalstrategie zu werben als diese tatsächlich umzusetzen.
Die Studie „CDO Decoded: The First Wave of CDOs Speaks“, die in 20 Ländern durchgeführt wurde, wirft erstmals ein Schlaglicht auf die erste Generation von CDOs, deren Aufgaben und Kompetenzen noch immer sehr unterschiedlich definiert werden. Die überwältigende Mehrheit der befragten CDOs sind Pioniere: 84% gaben an, die ersten Digitalvorstände ihrer Organisation zu sein. Viele Unternehmen und auch die CDOs selbst würden immer noch rätseln, welche Rolle Digitalvorstände haben, stellen die Studienautoren fest. Klar sei aber, dass die Erfahrungen der ersten Generation von CDOs entscheidend dafür sind, in welche Richtung die digitale Reise gehe. In der Studie wird auch die Frage gestellt, wie lange die CDO-Rolle überhaupt bestehen bleiben sollte.
Gelebte Vorbildfunktion in Sachen Digitalisierung und viel Überzeugungsarbeit
Obwohl nur 10% der CDOs es als ihre Aufgabe ansehen, die Firmenkultur zu verändern, gaben 54% der Befragten an, mehr Zeit mit Überzeugungsarbeit im Unternehmen zu verbringen als mit der Umsetzung der Digitalstrategie. 64% sehen ihren CEO in einer gelebten Vorbildfunktion in Sachen Digitalisierung, aber nur 40% glauben, dass das auch für ihren CFO gilt. Laut der Studie stimmten 80% der Aussage zu, dass die Entwicklung einer neuen digitalen Unternehmenskultur „schwieriger“ oder „viel schwieriger“ sei als erwartet. 68% nannten als Hindernisse auch die fehlende Datenintegration und Silo-Denken im Unternehmen. Nur 25% waren der Ansicht, dass ihr Unternehmen bereit für die digitale Transformation war, als sie ihren Job antraten. „Engagement der Führungsspitze“ (58%) und „Unternehmenskultur“ (57%) wurden als die wichtigsten Antriebskräfte für die digitale Transformation genannt.
Karrieresprungbrett CDO
84% der Befragten sind die ersten CDOs in ihrer Organisation. 65% haben die Position erst seit drei Jahren oder kürzer inne.63% berichten direkt an den CEO. 42% glauben, dass ihre nächste Aufgabe eine CEO-Funktion sein wird. 50% sagten, dass die Möglichkeit, ein Geschäft aktiv zu gestalten, der Hauptgrund für die Übernahme ihrer neuen Rolle gewesen sei. Damit CDOs erfolgreich sind, empfehlen die Studienautoren eine Reihe von Maßnahmen. So seien CDOs Vorreiter und Umsetzer des digitalen Wandels: Steht das Unternehmen vor einem Kulturwandel, brauche es CDOs mit einer klaren Vision, die Teams begeistern können. Die Führungsspitze muss den Wandel verinnerlichen: Der CEO müsse auch sicherstellen, dass das gesamte Führungsteam, inklusive des CFOs und weiterer essenzieller Führungspersonen, die Rolle der CDOs verstehen und die digitale Transformation unterstützen. Laut der Studienautoren muss auch die Unternehmenskultur stimmen. Nichts kann sich verändern, wenn nicht die gesamte Organisation mitzieht. Viele CDOs stellen sich Teams zusammen, die aus neuen Talenten, Fachexperten und erfahrenen Mitarbeitern bestehen. Abschließend stellen die Autoren der Studie fest, dass die CDOs die Freiheit haben müssen, eigene Maßstäbe für Erfolge bei der digitalen Transformation anzulegen auch in Bereichen des Unternehmens, für die sie nicht direkt zuständig sind.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie finden Sie hier.
(Pressemitteilung Egon Zehnder vom 11.06.2019)


Redaktion

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