19.06.2015

Die Gründerszene ändert sich

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Während im Jahr 2014 die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen abermals stieg, sanken die Gründungen im gewerblichen Bereich. Insgesamt wagten im vergangenen Jahr 81.100 Personen den Schritt in die freiberufliche Existenz: 1.700 mehr als im Vorjahr.

Für diese Entwicklung sind im Wesentlichen zwei Gründe verantwortlich: Zum einen sinkt die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen, weil sich seit Januar 2014 weniger rumänische und bulgarische Bürger selbstständig machen. Diese waren zuvor aufgrund der eingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit häufiger in eine eigenständige gewerbliche Tätigkeit ausgewichen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Zum anderen steigt die Nachfrage nach hochspezialisierten und individualisierten Dienstleistungen, was viele Personen zu einer Existenzgründung in den Freien Berufen veranlasst. Diese Entwicklung unterstreicht, dass sich der Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft in Deutschland kontinuierlich fortsetzt.

Mehr Gründungen in Städten als auf dem Land

Das freiberufliche Gründungsgeschehen konzentriert sich deutlicher noch als im Gewerbe auf die Großstädte: Hier finden sich mehr als doppelt so viele freiberufliche Gründungen wie in den ländlichen oder verstädterten Regionen. Dies belegen erstmals Untersuchungen der zwanzig größten Städte Deutschlands und der 96 Raumordnungsregionen, die die Wirtschaftsräume abgrenzen. Die Wissenschaftler haben jeweils die Anzahl der freiberuflichen Existenzgründungen ermittelt und die regionalen Gründungsintensitäten verglichen. Neben den Millionenstädten sind auch kleinere Städte wie Bonn, Münster, Leipzig und Dresden attraktive Standorte für Freiberufler. Impulse für Gründungen erwachsen hier aus der Dienstleistungsnachfrage durch Regierungs- bzw. Verwaltungseinrichtungen, Unternehmenszentralen sowie zahlreiche kulturelle Institutionen. Gleichzeitig bringen die dort ansässigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein großes Arbeitskräftepotenzial mit tendenziell hoher Affinität zur Selbständigkeit hervor.

(IfM Bonn / Viola C. Didier)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

02.07.2026

Unternehmen setzten auf strikten Sparkurs

In der angespannten wirtschaftlichen Situation fokussieren sich die Finanzverantwortlichen in Deutschland auf Kostenreduktion (68 %), die Integration von Künstlicher Intelligenz (64 %) und ihr Kerngeschäft (50 %). Knapp weniger als die Hälfte der Finanzverantwortlichen baut auf Innovationen (48 %), sehr viel weniger auf die Erschließung neuer Märkte (40 %) oder neuer Geschäftsfelder (28 %), um

Unternehmen setzten auf strikten Sparkurs
Meldung

© moomsabuy/fotolia.com

01.07.2026

IPO-Markt mit Rekordvolumen im zweiten Quartal

Ein ereignisreiches 2. Quartal liegt hinter dem globalen IPO-Markt; die Zahlen weisen deutliche Verschiebungen im Vorjahresvergleich auf. Während die Zahl der weltweiten Börsengänge im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht von 246 auf 250 stieg, wuchs das Emissionsvolumen massiv von 32,1 auf 144,8 Milliarden US-Dollar. Damit wurde der höchste Quartalswert seit Beginn der EY-Aufzeichnungen im Jahr 2003

IPO-Markt mit Rekordvolumen im zweiten Quartal
Meldung

©pitinan/123rf.com

01.07.2026

Unternehmen vermelden hohe Investitionsbedarfe, aber niedrige Investitionsplanungen

Die deutschen Unternehmen nehmen bei sich große Investitionsrückstände wahr. In einer Unternehmensbefragung, die KfW Research gemeinsam mit 19 Spitzen-, Fach-, und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, gaben 92 % der Unternehmen an, dass sie grundsätzlich Investitionsbedarf haben. Am häufigsten sehen sie diesen im Bereich Digitalisierung, wo 53 % Bedarf melden. Demgegenüber planen allerdings lediglich 61 % der

Unternehmen vermelden hohe Investitionsbedarfe, aber niedrige Investitionsplanungen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)