• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Dienstleistungssektor stützt die Stimmung unter Finanzvorständen

13.10.2025

Dienstleistungssektor stützt die Stimmung unter Finanzvorständen

Die Geschäftsaussichten deutscher Unternehmen stagnieren, nur der Dienstleistungssektor erwartet Wachstum, zeigt das aktuelle Economic Trend Briefing.

Beitrag mit Bild

© Sergey Nivens/fotolia.com

Die Trendwende in der deutschen Wirtschaft ist noch nicht in Sicht. Der Ausblick der Finanzvorstände auf die Geschäftsaussichten im kommenden Jahr stagniert, wie eine Deloitte-Befragung von 171 Finanzvorständen deutscher Unternehmen zwischen dem 11.09.-02.10.2025 zeigt. Branchenübergreifend liegt der Indexwert, die Differenz zwischen positiven und negativen Einschätzungen, bei knapp über null (1%).

Weiter verschlechtert hat sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe (Indexwert – 3%). Hier planen die CFOs außerdem mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung. Der Indexwert beträgt – 48 %, getrieben insbesondere durch den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Drei Viertel der Unternehmen in diesen Sektoren wollen Beschäftigung abbauen. Positivere Signale kommen dagegen aus dem Dienstleistungssektor: Der Indexwert zu den Geschäftsaussichten liegt hier bei 6 %. Vor allem Technologieunternehmen und die Immobilienwirtschaft erwarten ein Wachstum ihrer Belegschaften in den kommenden zwölf Monaten (Indexwerte von 33% und 36%).

Dienstleistungssektor treibt Investitionen

Ein leicht positiver Trend zeichnet sich bei den Investitionsplanungen ab: Der Indexwert steigt auf 12 %, zwei Prozentpunkte mehr als im Frühjahr. Allerdings treibt insbesondere der Dienstleistungssektor diesen Aufschwung (28%), während das verarbeitende (- 11%) und das exportorientierte Gewerbe (- 11%) Investitionen weiter zurückfahren wollen. Ein Drittel der Unternehmen aus dem Maschinenbau will im kommenden Jahr weniger investieren.

„Neue Investitionen werden aktuell vor allem von Technologieunternehmen und Banken getrieben, die vom Boom um künstliche Intelligenz und den florierenden Aktienmärkten profitieren dürften“, analysiert Dr. Alexander Börsch, Chefökonom und Leiter Research bei Deloitte. „Das von der Politik besonders in den Blick genommene verarbeitende Gewerbe bleibt dagegen nach wie vor zurück – ein Ende des Beschäftigungsabbaus und der Zurückhaltung bei Investitionen ist für die Finanzvorstände in der Industrie nicht in Sicht.“

Schwächere Inlandsnachfrage als Risiko

Der größte Risikofaktor ist nach Ansicht von 56 % der Befragten eine schwächere Inlandsnachfrage, gefolgt von anhaltenden geopolitischen Risiken (52%). Für exportorientierte Unternehmen, vor allem im Maschinenbau, tritt das Risiko einer schwachen Auslandsnachfrage hinzu (59%).

„Die positive Lage im Dienstleistungssektor stützt zumindest kurzfristig die Aussichten der Wirtschaft in Deutschland“, resümiert Börsch. „Eine nachhaltige Erholung – vor allem der Industrie – erfordert allerdings Rückenwind durch wachstumsorientierte Reformen.“

Das Economic Trend Briefing dazu finden Sie hier.

(Deloitte vom 13.10.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

© furuoda/fotolia.com

10.09.2026

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein

Der Markt für elektrische Lkw entwickelt sich weltweit mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Während China beim Hochlauf bereits weit vorangeschritten ist, steht Europa vor einer starken Wachstumsphase. Die USA dürften dagegen noch länger von Dieselantrieben geprägt bleiben. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Boston Consulting Group (BCG). China führt bei elektrischen Lkw In China entfielen 2025

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein
Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)