• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Digital World Class Unternehmen sind krisenfester

28.08.2023

Digital World Class Unternehmen sind krisenfester

Georg Bach, MD für DACH bei The Hackett Group, schildert, wie sich Unternehmen krisensicher aufstellen können.

Beitrag mit Bild

© maxsim/fotolia.com

Auch die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2023 wird schwierig bleiben: Wirtschaftlicher Abschwung durch Rezession, weiterhin hohe Inflationsraten und geopolitische Verwerfungen bestimmen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Eine der Folgen: Zum ersten Mal in den letzten Jahrzehnten steigen die operating costs von Finanzorganisationen in internationalen Großunternehmen  ̶̶ und zwar im Durchschnitt um 8 % gegenüber dem Vorjahr.

Das zeigt die aktuelle Studie “Resilience: The Digital World Class Finance Advantage” der Hackett Group, in der mehr als 300 global aktive Großunternehmen, darunter viele europäische und DAX 40 Konzernuntersucht wurden. Nur die Unternehmen, die konsequent den Status der Digital World Class (DWC) Performance anstreben und realisieren, können ihre Betriebskosten im Bereich Finance im Vergleich zu den Durchschnitts-Unternehmen der Peer Group fast um die Hälfte reduzieren.

Dabei erreichen sie enorme Verbesserungen in der operativen Leistung, erzielen höhere Gewinnmargen bzw. bessere Renditen und erreichen durch eine gesteigerte customer experience eine höhere Kundenbindung im volatilen Marktumfeld  ̶̶ kurz: sie sind weit resilienter gegen Krisen als ihre durchschnittlichen Mitbewerber. Und das zahlt sich aus: Digital World Class-Financeorganisationen realisieren  ̶ bei einem Jahresumsatz von ca. 10 Mrd. Euro  ̶ einen jährlichen Kostenvorteil von rund 50 Millionen Euro gegenüber dem Gros der durchschnittlichen Unternehmen.

Weitere Studienergebnisse

Unternehmen, bei denen mindestens eine Servicefunktion auf DWC-Niveau arbeitet, haben einen Zeit- und Entwicklungsvorsprung von rund fünf Jahren gegenüber dem Durchschnitt mit einer um 80 % höheren net margin, 24 % mehr Gewinn vor Steuern, Abschreibung und Zinstilgung sowie eine um 89 % bessere Eigenkapitalrendite.

Wie unsere Erfahrungen im Beratergeschäft zeigen, arbeiten die meisten Unternehmen im deutschsprachigen Raum bei Finance und Gemein- und Verwaltungskosten nicht auf DWC-Level, sondern im durchschnittlichen Peerbereich. Die Folgen: Bestehende Nachteile bei Kosten- und Wertbeitrag verstärken sich mit der Konsequenz, dass notwendige Investitionen in Innovationsthemen wie smart analytics oder strategisch relevante Skills entweder garnicht, oder nicht im erforderlichen Umfang, getätigt werden

Die Studie zeigt auch, dass DWC-Performer frühzeitig in digitale Transformation investiert haben. So profitieren sie zum Beispiel enorm von smart automation, advcanced analytics oder collaboration tools für funktionsübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Unternehmen.

Fazit

Strategisch genutzte Digital Technology ist ein Schlüsselelement dafür, wie DWC-Unternehmen ihre Erfolge realisieren. Allerdings nur dann, wenn die organisatorischen Rahmenbedingungen gegeben sind: Integrierte Daten und Prozessmodelle im Rahmen eines kundengerichteten Operating models, eine moderne Cloud-Architektur und konsequentes Talent Management.

Die Umsetzung dieser Voraussetzungen erfordert einen langjährigen Fokus, ehrgeizige Ambitionen, TOP Leadership-Commitment, zielgerichtete Incentive Strukturen und eine funktionsübergreifende Performance-Kultur. Das alles ist nicht einfach, aber machbar  ̶̶ auch im deutschsprachigem Raum.

(Georg Bach, MD für DACH bei The Hackett Group)


Weitere Meldungen


Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

25.02.2026

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Schlussquartal 2025 leicht gewachsen, nachdem es im Vorquartal noch stagniert hatte. KfW Research betrachtet die Entwicklung als eine gute Ausgangsbasis für das laufende Jahr. Die volkswirtschaftliche Abteilung der KfW bleibt daher bei ihrer optimistischen Sicht auf die Wachstumschancen Deutschlands und geht für 2026 von einer Steigerung des BIP um

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

24.02.2026

Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust

Deutschlands Startups sind beim Blick auf die Lage des eigenen Unternehmens gespalten: Rund ein Drittel (35 %) berichtet von einer Verbesserung im vergangenen Jahr, fast ebenso viele (30 %) aber von einer Verschlechterung. Für weitere 35 % ist die Lage unverändert. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bitkom Research unter 133 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Jedes

Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust
Meldung

pitinan/123.rf.com

23.02.2026

Deutsche Finanzinstitute setzen zunehmend auf KI

Eine neue globale Studie von Finastra, einem Anbieter von Software für Finanzdienstleistungen, zeigt, dass eine nahezu flächendeckende Einführung von KI bei deutschen Finanzinstituten zu beobachten ist. Nur noch drei Prozent der Finanzinstitute in Deutschland geben an, keinerlei künstliche Intelligenz einzusetzen. Dies ist ein klares Signal für den Übergang von der Experimentierphase zur Umsetzung in der

Deutsche Finanzinstitute setzen zunehmend auf KI
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)